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Dank Zusatzbeiträgen: Wo fliesen die Gewinne der Krankenkassen hin?

Seit Krankenkassen in Deutschland Zusatzbeiträge erheben dürfen war klar, dass diese gesenkt oder abgeschafft werden sollen, wenn die finanzielle Schieflage der Kasse behoben sein wird. Nun sieht es aber nicht danach aus, obwohl die Kassen Gewinne in Millionenhöhe machen. So haben im letzten Jahr fast alle Vorstandschefs mehr Gehalt bekommen.

Gute Finanzlage – gute Gehälter

Jeweils zum 1.3. müssen die Krankenkassen die Vergütungen der Vorstände offenlegen, so will es das Gesetz. „Gehaltskönig“ bleibt demnach der Chef der Techniker Krankenkasse, der im Jahr 17 immerhin rund 10.000 Euro mehr erhielt als im Jahr davor, nämlich rund 320.000 Euro.

Auch das Plus auf den nächstgelegenen Rängen hat sich stattlich erhöht; beim Zweitplatzierten um rund 8.500 Euro, beim Drittplatzierten um immerhin noch über 5.000 Euro.

Gleich geblieben ist das Einkommen nur beim Vorstand der AOK Plus. Wobei auch er nicht am Hungertuch nagen muss: Rund 234.000 Euro erhielt er im Jahr für seine Arbeit. Vergleichsweise mager sind die Einkünfte der Chefs bei den kleinen AOKs, wie beispielsweise in Bremen. Der bekommt noch nicht einmal ganz 200.000 Euro im Jahr. Die Innungskrankenkassen stehen ähnlich gut da: die IKK classic mit rund 3,3 Millionen Versicherten zahlt ihrem Vorstand beachtliche 249.000 Euro jährlich.

Grund für die Zahlungen, so das Bundesversicherungsamt, sei, dass das qualifizierte Personal gehalten und gewonnen werden müsse. Wie tröstlich für die Versicherten, die satte Aufschläge auf ihre ohnehin nicht gerade kleinen Beiträge zahlen müssen.



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