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Belastende Bürokratie: Ärzte haben immer weniger Zeit fürs Wesentliche

Längst bekannt ist der Personalmangel in Kliniken – sowohl unter den Ärzten als auch beim Pflegepersonal. Aktuell hat der Marburger Bund erneut darauf hingewiesen. Damit die stetig wachsende Arbeitsbelastung das Personal nicht völlig überfordert, müssten in den Kliniken die Mitarbeiter deutlich aufgestockt werden. Doch in Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall.

Nimmt man alle Überstunden hinzu, so arbeiten von ca. 6.000 befragten Ärzten rund zwei Drittel mehr Stunden in der Woche als 40. Fast die Hälfte (40%) sogar bis zu 60 Stunden. Dies kann auf Dauer nicht machbar sein.

Eigene Einschätzung: Arbeitsbedingungen mittelmäßig

Rund die Hälfte der Befragten findet die Arbeitsbedingungen "mittelmäßig". Rund ein Fünftel findet sie sogar ausgesprochen schlecht. Ebenso viele, also ungefähr ein Fünftel, berichtet von bis zu 80 Wochenstunden Arbeit, also doppelt so viele wie üblich.

Erschreckende Tendenz

Ca. 20% der Betroffenen erwägt es nach eigenen Angaben, den Beruf ganz aufzugeben. Ein alarmierendes Zeichen! Experten mahnen, dass dies den Zusammenbruch des Gesundheitssystems nach sich ziehen würde. Dabei geht es den Ärzten nicht nur um Personalmangel und zu viel Arbeit, sondern auch um die immer größer werdende Bürokratie. Dabei wird deren Abbau seit Jahren gefordert, um mehr Zeit für die Patienten zu haben.

Dazu kommt noch eine andere Hürde: Rund 80% der Befragten Ärzte haben nur einen befristeten Arbeitsvertrag – eine sichere Existenz mit einer zufriedenstellenden Arbeit sieht definitiv anders aus.


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