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Gehältergarantie für alle Krankenhausmitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Eine Schreckensnachricht für alle Mitarbeiter von Krankenhäusern wurde Ende des Jahres kommuniziert: es gäbt aufgrund der Pandemie eine finanzielle Notsituation, die auch die Gehälterzahlungen in Frage stelle.

Spahn beruhigt

"Wir wollen und werden die Liquidität der Krankenhäuser in der Krise sichern - darauf können sich die Beschäftigten verlassen", so Spahn im Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Das Bundesgesundheitsministerium kündigte weiterhin an, dass es in diesen Tagen (Anfang Januar) Beratungen über entsprechende Maßnahmen geben würde. Eine Sprecherin sagte, dass es bereits Unterstützungen für die Kliniken geben würde. Grund für die Beunruhigung war eine Warnung der Deutschen Krankenhausgesellschaft gewesen, dass einige Kliniken die Gehälter bald nicht mehr aufzubringen vermögen.

Das Krankenhaus-Barometer des Deutschen Krankenhausinstitutes spricht von Geldnot der Häuser, unter anderem deshalb, weil Operationen nicht durchgeführt wurden. Zudem bestünde Personalmangel in Pflege und Operationsbetrieb.

Pandemie verstärkt wirtschaftliche Probleme

Durch das fehlende Geld aus der Regelversorgung verfügten Krankenhäuser nur noch über begrenzt finanzielle Mittel, so ist von der Deutschen Krankenhausgesellschaft zu hören. Neue Rettungsschirme hatte es von der Bundesregierung Mitte Dezember gegeben. Die Krankenhäuser in den besonders coronabelasteten Gebieten erhalten Ausgleichszahlungen, wenn sie auf solche Eingriffe verzichten, die aufschiebbar sind, und damit Betten für Corona-Patienten freihalten.

Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, erklärt jedoch, dass lediglich ein Viertel der Häuser davon erfasst würde. Sein Vorschlag: eine monatliche Budgetzahlung aufgrund der Zahlen von 2019, und eine genaue Abrechnung Ende 2021.

Horrende Zahlen im Spiel

Allein während der Pandemiewelle im Frühjahr 2020 hat es Erlösverluste pro Krankenhaus von etwa 2,5 Millionen Euro gegeben. Diese Entwicklung wird sich während der zweiten Welle verstärken, so wird befürchtet. Bereits vor der Pandemie wurde von den Krankenhäusern fast jede zweite Klinik als wirtschaftlich gefährdet angesehen. Dass Corona diese Zahlen weiter verschärft, dürfte klar sein. Derzeit beurteilt nur knapp jede 5. Klinik ihre wirtschaftliche Lage als gut.

Doch auch für das Jahr 21 wird eine wirtschaftliche Verbesserung nur von knapp ein Viertel der Krankenhäuser erwartet. Gaß fordert, dass die Klinikrettungsschirme der Politik so angepasst werden, dass sie allen Kliniken zugutekommen.



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