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Warnstreiks in kommunalen Krankenhäusern: Mediziner fordern mehr Geld

Der Marburger Bund fordert in den derzeitigen Tarifverhandlungen für die rund 55.000 Mediziner in den kommunalen Krankenhäusern mehr Geld. Das darauffolgende Angebot der Arbeitgeber wurde von der Tarifkommission des Marburger Bundes zurückgewiesen.

Kommt es zum Arbeitskampf?

Derzeit stehen die Zeichen auf Arbeitskampf. Die Gewerkschaft der Ärzte möchte nach der erfolglosen dritten Verhandlungsrunde die Forderungen nicht auf sich beruhen lassen, sondern die Mitglieder zum Arbeitskampf rüsten.

Der MB lässt verlauten, dass das Angebot der Arbeitgeber dazu geeignet sei, den "Ärzten die Selbstachtung zu nehmen". Der Druck müsse entsprechend erhöht werden.

Nun soll es ab sofort in kommunalen Krankenhäusern zu Warnstreiks kommen dürfen. Gleichzeitig wird eine Urabstimmung unter den Mitgliedern vorbereitet. Natürlich werden dabei Notdienste vereinbart, betont der Sprecher des Marburger Bundes.

Das sind die Forderungen

Eine Reform der Regelungen des Bereitschaftsdienstes steht auf der Agenda. Es soll Höchstgrenzen, eine bessere Planung und zwei freie Wochenenden pro Monat geben.

Arbeitszeitdokumentation gilt als zentraler Punkt, da häufig die geleistete Zeit im Krankenhaus durch nachträgliche Kappung nicht vergütet wird.

Die Anordnung von Bereitschaftsdiensten soll nur noch erfolgen dürfen, wenn die Arbeitszeiterfassung den Tatsachen entspricht. Die Anwesenheit im Krankenhaus muss als Arbeitszeit angesehen werden. Doch davon sind die Verhandlungsgegner weit entfernt. Beispielsweise wollte man den Ärzten lediglich zugestehen, an 20 Wochenenden im Jahr ab Samstag 10:00 Uhr ein freies Wochenende zu haben.

Auch die Forderung nach 5% mehr Lohn innerhalb eines Jahres sei nicht akzeptiert worden, so der MB. Eine rechtsverbindliche Vereinbarung zur Absicherung der Tarifverträge ist ein zentraler Verhandlungspunkt gewesen. Dies wurde bereits mit der Gewerkschaft Verdi 2017 vereinbart.



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