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Die meisten Hamburger Pflegekräfte arbeiten häufig nur in Teilzeit

Eine große Zahl der Pflegekräfte, die in Hamburg tätig sind, haben nur Teilzeitstellen. Der Verband der Ersatzkassen hat dies durch eine Auswertung der Zahlen herausgefunden. Rund 58% sind entweder in Teilzeit oder sogar geringfügig beschäftigt. Weiterhin ergab die Statistik, dass ein erheblicher Teil der Pflegekräfte mindestens 50 Jahre alt ist.

So will man dem Mangel entgegenwirken

Deshalb lege man für die Zukunft ganz besonders viel Wert auf gut ausgebildetes Personal, so betonte die Leiterin des Verbandes. Außerdem bemühe man sich um berufstreue Mitarbeiter und Aufstockung der Teilzeitstellen. Erreicht werden soll das durch Arbeitsbedingungen, die in mehrerlei Hinsicht verbessert würden, unter anderem durch verbesserte Bezahlungen und digitale Unterstützung.

Gute Bezahlung = steigende Kosten

Die bessere Bezahlung, die es jetzt bereits im stationären Altenpflegebereich gibt, sorgt natürlich auch für steigende Kosten, die abgefangen werden müssen. Die finanzielle Belastung der Pflegebedürftigen darf nicht noch mehr steigen – sie liegt derzeit bei durchschnittlich fast 2.000 Euro in Hamburg für einen Pflegeheimplatz, und nur rund hundert Euro niedriger im Bundesvergleich.

Möglichkeiten für Begrenzungen der steigenden Belastungen sind dringend gefragt, so betonte die Leiterin des Verbandes der Ersatzkassen. Genannte Beispiele sind ein Steuerzuschuss für versicherungsfremde Leistungen in der sozialen Pflegeversicherung. Weiterhin vorgeschlagen wurde ein Finanzausgleich zwischen der sozialen und privaten Pflegeversicherung. Zudem sollen die Bundeländer die Investitionskosten stärker fördern.



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