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Niedergelassene Ärzte bekommen überwiegend gute Noten ausgestellt

Die Corona-Pandemie hat viele Ärzte und ihre Mitarbeiter in Praxen vor Probleme gestellt sowie große Herausforderungen. Doch weiterhin sind die Noten, die die Versicherten ihren Ärzten ausstellen, überwiegend sehr gut. Die vor einigen Tagen vorgestellte Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zeigte dies deutlich. Dafür wurden im Frühjahr 2021 rund 6.000 Versicherte telefonisch befragt, also vor dem Hintergrund einer Hochphase der Pandemie.

Vertrauensverhältnis „gut“

Die Versicherten wurden in Bezug auf ihren letzten Arztbesuch gefragt und gaben an, dass das Vertrauensverhältnis gut bis sehr gut sei. Insgesamt bekamen 90% der Ärzte, auf die sich diese Frage bezog, gute bis sehr gute Noten. Ebenso hoch war die Fachkompetenz, die von den Patienten bescheinigt wurde.

Vorstandsvorsitzender der KBV zeigt sich zufrieden

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, war erfreut über dieses Ergebnis. Denn es zeige, „wie leistungsfähig die ambulante Versorgung in den Praxen der Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten und ihrer Teams ist“.

Es wird betont, dass sich während der Corona-Krise alle Patienten und Patientinnen besonders auf ihre Ärzte hätten verlassen müssen. Die Zahlen würden zeigen, dass dies gelungen sei. Die Praxen haben sich schnell auf die neue Situation eingestellt und entsprechende Angebote gemacht.

Rund 80% aller deutschsprachigen Erwachsenen waren innerhalb der letzten 12 Monate bei einem Arzt in einer Praxis. Allerdings seien dies 7% weniger als im Jahr 19, dem letzten vor Corona.

Praxisbesuch aus verschiedenen Gründen

Die Praxisbesuche ohne Arztkontakt haben währen Corona etwas zugenommen, so hat die Studie ergeben. Auch die Gründe für einen Arztbesuch haben sich verändert. Der Anteil der Termine wegen eines aktuellen Anlasses haben sich verringert, die Besuche aus präventiven Anlässen dagegen vermehrt.

Veränderungen gab es auch bei den Wartezeiten für Arzttermine und Wartezeiten in den Praxen. Die Termine erhielt man weniger kurzfristig, die Wartezeiten von mehr als einer Woche sind nicht gehäuft aufgetreten.

Weniger Versicherte haben sich ohne Termin in eine Arztpraxis begeben, woran wahrscheinlich auch die veränderten Bedingungen in den meisten Praxen „schuld“ waren. Denn hier war häufig das Praxismanagement so verändert, dass man sich nicht ohne Termin behandeln lassen konnte oder dies nur sehr eingeschränkt möglich war.

Anzahl der Arztbesuche relativ gleichbleibend

Wie häufig ein Patient seinen Arzt aufsuchte, blieb relativ konstant. Ein Drittel der Versicherten war ein- bis zweimal jährlich beim Arzt, die Hälfte etwas drei- bis zehnmal und etwa jeder 6. noch häufiger.

Einige Patienten haben Sorgen wegen Personalmangels in medizinischen Berufen. Das betrifft 16% bei der Frage nach Pflegeberufen, und 9% bei der Frage nach Ärzten. Auch stieg die Angst vor Infektionskrankheiten auf 13%. Vor einem Jahr war die größte Angst noch die vor dem Ärztemangel.

Bereitschaftsnummer wird akzeptiert

Erfreulicherweise wird die Bereitschaftsnummer 116117 immer häufiger genutzt. Der Bekanntheitsgrad des Notrufes bewegt sich auf hohem Niveau: knapp die Hälfte der Befragten kannte die Nummer bei Nachfrage.

Auf die Frage, ob die Nummer bekannt sei, antworteten 48% mit „JA“, allerdings nur 67% von ihnen konnte sie dann auch korrekt benennen. Daraus wird der sogenannte aktive Bekanntheitsgrad ermittelt, der bei 32% liegt. 2019 lag dieser Wert bei 19%. Unter all jenen, die die Bereitschaftsnummer kennen, haben sie 29% in den letzten 12 Monaten genutzt, was ebenfalls einer steigenden Tendenz entspricht.



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