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Forderungen nach Verbesserungen im Studienfach der Medizin

Das Medizinstudium samt Praktischem Jahr ist eine Herausforderung für die Studenten. Und immer mehr Grund zur Klage gibt es auch. Deshalb kümmern sich jetzt immer öfter Verbände und Verantwortliche darum, hier Verbesserungen anzusetzen, um dem Ärztemangel entgegenzutreten.

Mehr Digitalisierung

Aktuell werden mehr Digitalisierung gefordert und bessere Bedingungen im Praktischen Jahr. Der 122. Deutsche Ärztetag hat dies zur Sprache gebracht, und damit die dringendsten Probleme beim Medizinstudium auf den Tisch gelegt.

Die Digitalisierung der Lehre an den Hochschulen solle gefördert werden, so die Zusammenfassung der Forderungen, sowie eine Verbesserung der Inhalte erfolgen. Vor allem gehe es darum, die digitalen Herausforderungen des Berufes schon in der Studienzeit näher zu beleuchten und die Studenten darauf besser vorzubereiten.

Weiterhin gehe man davon aus, dass die Digitalisierung in der Lehre Zeit schaffen könne für praktisches Erlernen von Kompetenzen.

Der Masterplan 2020

Nun steht das Jahr 2020 schon fast vor der Tür, und es fallen damit für die Studierenden mehr Inhalte an. Die Fakultäten werden daher aufgerufen, sich in der Entwicklung der digitalen Lehre darauf einzustellen. Einige Studieninhalte sollen nur noch digital angeboten werden. Für andere Kompetenzen seien "Präsenzveranstaltungen" unerlässlich.

Forderungen für das Praktische Jahr

Auch über das Praktische Jahr hat sich der Ärztetag Gedanken gemacht. Vor allem geht es darum, die Studierenden in dieser Zeit ausreichend zu bezahlen. Dazu solle es eine bundeseinheitliche angemessene Aufwandsentschädigung geben. Es soll einen Rechtsanspruch auf Geldleistungen geben, wobei Sachleistungen nicht mehr zulässig seien. Geltungsbereich wären Lehrkrankenhäuser, Universitätskliniken und Lehrpraxen. Eine Anrechnung auf das BAföG soll nicht erfolgen. Die Zeit und der Aufwand, den PJler benötigen, um auch noch nebenbei zu jobben, gehe zu Lasten der Ausbildung. Auch die bisherige Praxis, Krankheitstage mit dem Urlaub zu verrechnen, sei eine unhaltbare Art und Weise, denn so gehen angehende Ärzte krank zur Arbeit – ein schlechtes Vorbild und nicht ungefährlich für Patienten.

Die Zahl der Studienplätze zu erhöhen, ist eine weitere Forderung des Ärztetages. Bund und Länder sind hier weiterhin dringend in der Pflicht.



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