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Aus Angestelltem wird Selbstständiger - „Doc-Buyout“ könnte Schule machen

Die MVZs seien ein Wiederaufleben der DDR-Polikliniken, hört man in vielen der ostdeutschen Länder. Das ist keineswegs negativ gemeint, denn in einem solchen Medizinischen Versorgungszentrum kann man, wie früher in der Poliklinik, gleich auf mehrere Fachärzte treffen. Das ist für viele Patienten eine Erleichterung. Aber auch die Ärzte finden es eine gute Alternative, angestellt statt selbstständig zu sein.

Muss man immer angestellt bleiben?

Ist man als Arzt einmal in einem solchen MVZ angestellt, muss man das nicht immer bleiben, wie vielleicht manch ein Mediziner befürchtet. Ein Beispiel aus dem thüringischen Sonneberg könnte Schule machen. Der Urologe Marcus Prescher ging einen unkonventionellen Weg. So sehr manch einer nach der Facharztausbildung die Sicherheit des Angestelltenverhältnisses schätzt, um erste Erfahrungen zu sammeln, so kann man doch auch noch einen weiteren Schritt gehen und sich nach der Zeit als Angestellter selbstständig machen. Marcus Prescher hat es vorgemacht. Er arbeitete in der urologischen Praxis des MVZ – und wandelte diese um in eine Einzelpraxis unter seiner Führung.

Der Urologe

Der Arzt fühlte sich in wichtigen Entscheidungen behindert, da er als Angestellter bei diversen Fragen erst eine ganze Lawine von Bürokratie in die Gänge setzten musste. Die Lösung: „Doc-Buyout“. Der Begriff wurde aus der Betriebswirtschaft entlehnt, wo es immer häufiger vorkommt, dass Manager das Unternehmen, für welches sie arbeiten, vom Eigentümer kaufen, um es dann weiterzuführen. Das MVZ ist berechtigt, die Angestellten-Zulassung in eine Vertragsarzt-Zulassung umzuwandeln. Seither wurden die Abläufe optimiert und auch das Praxisteam ist geblieben. Also alles in allem eine gelungene Weiterentwicklung.


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