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Terminservicegesetz wird von Hausärzten und Verbündeten kritisiert

Die Große Koalition hält das neue Terminservicegesetz für einen großen Wurf, Betroffene (Hausärzte, Angestellte von Krankenkassen…) nennen es "irre, uninspiriert und eine Luftnummer".

Bürokratiemonster in der Kritik

Der Hausärzteverband Süd-West übt harsche Kritik an dieser neuen Verordnung der Politik. "Organisierte Verantwortungslosigkeit" ist einer der Titel, die vergeben worden sind. Die Versorgung sei nicht verbessert, so Dr. Frank-Dieter Braun, zweiter Vorsitzende des Hausärzteverbandes. Jeder Versicherte von gesetzlichen Krankenversicherungen kommt durchschnittlich Erhebungen zufolge auf 14 Arztkontakte jährlich. Mehr gibt es nur in der Slowakei, Ungarn und Korea.

Terminservicestellen ausbauen

Die kassenärztliche Vereinigung müsse die Terminservicestellen ausbauen, so schlägt man vor. Ab dem kommenden Jahr soll dieser Service rund um die Uhr erreichbar sein und Termine für alle Ärzte vermitteln können. Freie Termine müssen dazu an die Terminservicestellen übermittelt werden. Grundversorgende Fachärzte sollen pro Woche mindestens fünf Stunden als offene Sprechstunden anbieten.

Eine Hausärztin beklagt, dass mit diesem System all jene einen Termin bekämen, die ihn wollen, nicht die, die ihn wirklich brauchen. Die Ärzte sind sich einig: für die, die tatsächlich einen Facharzttermin brauchen, würden die Termine bei Weitem ausreichen, wenn auch nur solche Fälle in die Praxis kämen.

Versicherte sollen Boni in der hausarztzentrierten Versorgung erhalten

Krankenkassen sollen motiviert werden, HzV-Verträge anzubieten, mit denen die Versicherten Beiträge zurückerhielten, wenn sie sich zunächst an den Hausarzt wenden. Doch ob das funktioniert, bleibt abzuwarten.



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