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Werden die elektronischen Zigaretten bald in den USA komplett verboten?

Die Diskussion um die E-Zigarette, die einstmals als gesünderer Ersatz für Tabak gedacht war, ist nicht nur in Deutschland präsent. Auch in den USA geht es heiß her – pro und contra der E-Zigarette. Obwohl sie zunächst als weniger gesundheitsschädlich als klassische Zigaretten galt, sind in den USA in den letzten Monaten mehr als 50 Todesfälle registriert worden, die auf den Konsum der E-Zigaretten zurückzuführen sind.

Teilweises Verbot

Nun hat die Regierung der USA ein Teilverbot erlassen. Viele aromatisierte E-Zigaretten werden nicht mehr erlaubt sein. Die Zigarettenlobby hat ein Komplettverbot wie erwartet gekippt. Doch ab Februar werden nur noch die Geschmacksrichtungen Tabak und Menthol erlaubt sein. Verdampfer, die einen Tank besitzen, bleiben allerdings in allen Geschmacksrichtungen erlaubt.

Gesundheitsverbände protestieren

Sowohl die Gesundheitsverbände als auch der Jugendschutz protestieren, weil ihnen das teilweise Verbot nicht weit genug geht. Denn im September war es noch um ein Komplettverbot gegangen. Doch Präsident Trump knickte unter dem Protest der Lobby ein – schließlich sind in diesem Jahr Präsidentschaftswahlen. Und da möchte der Präsident sich keine Entscheidung vorwerfen lassen, die Arbeitsplätze kosten würde.

Gesundheitsminister verteidigt Teilverbot

Gesundheitsminister Azar erklärt, dass das Verbot besonders Jugendliche schützen solle. Denn E-Zigaretten mit Pods, also den Patronen, in Geschmacksrichtungen wie Minze, Bonbon oder Frucht seien besonders bei jungen Leuten heiß begehrt. So will man verhindern, dass Jugendliche in der Folge der Nikotinsucht verfallen.

Der Konsum habe sich rasend schnell verbreitet, so Azar. Die auf Kartuschen basierenden Systeme sind dabei von den Jugendlichen besonders geliebt worden, während solche mit Tank eher von Erwachsenen genutzt würden. Die "Kampagne für tabakfreie Kids", in Person von Matthew Myers, kritisiert heftig das "Schlupfloch, dass den derzeitigen Tabakfirmen zugute kommen wird". Die Präsidentin des Herz-Verbandes, Nancy Brown, sprach von einem "großen Sieg für die bei US-Jugendlichen besonders beliebte Marke Juul, für Vape-Shops und den Rest der Zigarettenindustrie über die Interessen dieser Nation".

Besonders bei Jugendlichen beliebt

Wie beliebt die E-Zigarette besonders bei den Jugendlichen in den USA ist, zeigt eine Umfrage aus jüngster Vergangenheit: fast ein Drittel der höheren Jahrgänge von High-School-Schülern gab an, in den letzten 30 Tagen solche Zigaretten konsumiert zu haben.



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