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Ärztestellen: Baden-Württemberg will Numerus Clausus für Medizinstudium lockern

Neue Mediziner braucht das Land – und zwar dringend. In Deutschlands medizinischen Einrichtungen warten Hunderte freie Stellen für Mediziner. Doch die Zulassungsbeschränkungen für das Medizinstudium sind streng und die Abschlussquote der Studierenden zu niedrig. Die Dichte an Absolventen reicht nicht aus, um den Fachkräftebedarf in Deutschland zu decken. Doch sind gute Schulnoten das einzig wahre Kriterium, um potenzielle fähige und passionierte Mitarbeiter für vakante Ärztestellen zu erkennen? Diese Frage steht immer wieder im Fokus der Bildungspolitik. Ein Bundesland zieht nun offenbar Konsequenzen: Laut Medienberichten will Katrin Altpeter, Sozialministerin von Baden-Württemberg (SPD), die Zulassungsbeschränkungen für das Medizinstudium entschärfen und damit mehr junge Menschen an die Universitäten locken.

Zukünftig soll nicht allein die Abiturnoten, sondern vor allem das soziale Engagement der potenziellen Medizinstudenten zählen. Mit dieser Erweiterung soll vor allem Nachwuchs für die Ärztestellen in ländlichen Gegenden rekrutiert werden, die einen immer höheren Medizinermangel beklagen. Für ihren Vorschlag erntete die Politikerin gleichzeitig Lob und Kritik. Eine Gegenstimme ist Wissenschaftsministerin Theresa Bauer (Grünen), die laut Badische Zeitung darauf hinweist, dass ohnehin bereits Praktika, Freiwilligendienste und andere einschlägige außerschulische Aktivitäten bei der Bewerberauswahl hinzugezogen werden. Ob und wie das Konzept von Katrin Altpeter umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.


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