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Als Arzt im Praktischen Jahr ist leider oft schlecht bezahlte Wartezeit

Neueste Umfragen ergaben: die Ärzte im PJ bekommen so wenig Geld, dass sie ohne Unterstützung von Angehörigen nicht leben können. Und das bei Akkordarbeit, unter der meist die Ausbildung leidet.

Schlecht bezahlt und ausgebeutet

Die meisten bekommen weniger als 400 Euro im Monat, dafür könnten sie es sich auch mit einer staatlichen Unterstützung auf dem Sofa bequem machen. Und da ist die finanzielle Seite noch nicht das einzige Desaster der PJler: deren Urteil fällt meist vernichtend aus, wie die Ärztezeitung berichtet: Sie erledigen den Papierkram, lernen wenig und werden dann wieder tagelang ohne Arbeit abgestellt zum "Däumchen-drehen".

Das wäre der Plan

Eigentlich soll der Arzt in dieser Zeit seine theoretischen Kenntnisse anwenden, vertiefen und erweitern. Er soll lernen, sie auf den Kranken anzuwenden und unter Aufsicht und Verantwortung eines ausgebildeten Arztes ärztlich tätig sein. So sieht es die Approbationsordnung vor. Doch leider steht die Realität hier weit hinter der Theorie zurück.

Marburger Bund startet Umfrage

Der Marburger Bund hat in seiner Umfrage erfahren, dass die meisten Ärzte, die befragt worden sind bestätigen, dass sie in dieser Zeit alles erledigen, was die ausgebildeten Ärzte nicht machen wollen oder wozu sie keine Zeit haben. Das kann das Blut-Abnehmen ebenso sein wie die Patientenaufnahme oder das "Hakenhalten" bei OPs. Strukturierte Schulungen fallen aus, Seminare ebenso. Unter dem Strich ist ein Arzt im praktischen Jahr nichts weiter als eine billige Arbeits-und Hilfskraft.

Manche weichen deshalb ins Nachbarland Schweiz aus, dort sind die Betreuung besser und die Bezahlung auch. Die Aufwandsentschädigung in Deutschland darf den Höchstsatz des BAföG nicht überschreiten, ist festgelegt, doch selbst davon sind die meisten weit entfernt. Vom Ärztetag kommt der Vorschlag, dass jeder PJler 1.500 Euro erhält, damit die Konkurrenz unter den Krankenhäusern aufhört. Denn viele Studierende entscheiden nicht nach der besten Ausbildung, sondern nach der höchsten Bezahlung, damit sie was zum Leben haben.



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