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Ärztemangel: Sachsen veröffentlicht Gutachten zum Ärztebedarf bis 2030

Das sächsische Sozialministerium hat ein Gutachten zum Personalbedarf in der Medizin bis 2030 erstellen lassen. Das Ergebnis: Das Bundesland spaltet sich in zwei Lager. Zum einen sind da die ländlichen Regionen, in denen ein Ärztemangel wahrscheinlich ist. Zum anderen die Ballungszentren der Großstädte, wo der Bedarf an medizinischer Versorgung weiter steigen wird. Die Personalvermittlung für Mediziner ist demnach sowohl in der Stadt als auch auf dem Land zukünftig stark gefragt. Letzteres überrascht nicht, gibt es doch heute schon starke Tendenzen zu Ärztemangel in Kleinstädten und Dörfern. In den Jobbörsen für Ärzte gibt es Stellenangebote für unterschiedlichste Positionen. Vor allem Hausärzte stehen auf der Liste der gefragten Mediziner auf dem Land ganz oben.

Durchgeführt wurde das Gutachten vom Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung. Frei von Kritik blieb das Gutachten allerdings nicht. So bemängeln die sächsische Landesärztekammer sowie die Opposition im Landtag das Argument an, dass ausschließlich ambulante Bedingungen untersucht wurden. Die Planung von Krankenhäusern hat das Gutachten nicht berücksichtigt. Für eine ganzheitliche Personalbedarfsplanung in Sachsen sind die medizinischen Einrichtungen jedoch wichtig. Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) will indes mit der Kassenärztlichen Vereinigung, den Kassen und den Kommunen in den Dialog treten. Sie strebt regional maßgeschneiderte Lösungen für die Herausforderungen im Gesundheitswesen an.


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