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Studienplätze widerrufen - Studenten der Goethe-Uni müssen mit Folgen kämpfen

Die Goethe-Uni und das Land Hessen unter Druck: es wurden mehr als 280 Studienplatzzusagen widerrufen. Entschuldigungen, finanzielle Entschädigungen und Planungen für die Vergabe neuer Studienplätze an die Betroffenen sind fällig.

Bedauerliches Versehen der Universität

Die Goethe-Universität spricht von einem "bedauerlichen Versehen", doch für die Betroffenen ist es eine Katastrophe. 282 junge Menschen stehen vor dem Aus ihrer beruflichen Kariere, noch bevor diese beginnen kann. Die SPD-Landtagsfraktion forderte eine Entschuldigung.

Denn die Betroffenen sind durch diese Panne nicht nur ihren sichergeglaubten Studienplatz los, sie sind auch aus dem bundesweiten Vergabesystem ausgeschlossen, und haben demnach keine Chance mehr, als Nachrücker an einer anderen Uni berücksichtigt zu werden.

Diese Forderungen bestehen

Man sieht das hessische Wirtschaftsministerium in der Pflicht, gemeinsam mit der Stiftung für Hochschulzulassung einen Weg zu finden, alle rechtlichen Ansprüche wiederherzustellen, die die Betroffenen hatten - vor allem, was die Position auf den Wartelisten betrifft. Außerdem gäbe es materielle Schäden, die es auszugleichen gilt. Schließlich haben die angehenden Studenten, die auf diese Weise eine Zusage erhalten hatten, Ausbildungen abgebrochen, Arbeitsverträge oder Wohnungen gekündigt, um nur ein paar Folgen zu nennen.

Was ist passiert?

Die Goethe-Universität muss einen Übermittlungsfehler eingestehen, der die Meldung zu vieler freier Nachrückerplätze an die Stiftung für Hochschulzulassung zur Folge hatte. Die Stiftung ist dafür zuständig, bundesweit die Studienplätze in diesen Fächern zu vergeben. So bekamen 251 Bewerber für Medizin sowie 31 für Zahnmedizin die Zusagen, die später widerrufen wurden.

Betroffene wehren sich

Eine der Betroffenen hat eine Online-Petition gestartet. Darin beschreibt sie, was die Meisten umtreiben wird: "uns wurde der Boden unter den Füßen weggerissen". Bislang haben über 23.000 Menschen diese Petition unterzeichnet. Es wird weiter gefordert, "dass umgehend weitere Studienplätze für die bereits fehlerhaft erfolgten Zulassungen geschaffen werden".

Auch die Vorsitzende des Sprecherrats der Medizinstudierenden im Marburger Bund, Pauline Graichen, hat sich dazu geäußert: "Die Betroffenen brauchen nun eine schnelle und möglichst unbürokratische Lösung, damit sie kurzfristig das Medizinstudium aufnehmen können.

Das sagt die Goethe-Universität

Ein Sprecher sagte, man arbeite "mit Hochdruck… an einer Lösung". Der Fehler der Uni sei ein sehr schwerwiegender Vorgang mit teils weitreichenden Folgen, hieß es auch aus dem Wirtschaftsministerium des Landes Hessen. Da die Hochschule die Zulassung eigenverantwortlich durchführe, sei sie auch für die Konsequenzen verantwortlich. Auch sollen entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, damit solche Pannen in Zukunft ausgeschlossen seien.



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