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Verband der Ersatzkassen: die Ambulantisierung des Gesundheitswesens vorgeschlagen

Um die Ambulantisierung des Gesundheitswesens gibt es seit geraumer Zeit Diskussionen. Nun hat sich auch der Verband der Ersatzkassen dafür geäußert. Die regionalen Gesundheitszentren (RGZ) sollen eine besondere Versorgungsform darstellen, die vernetzte Behandlungsangebote bereitstellt.

Vorteile werden genannt

Dabei soll es diverse Vorteile geben, wie eine verbesserte Versorgung in strukturschwachen Regionen mit dem Vorteil moderner Arbeitsbedingungen für Nachwuchsmediziner, so die vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner. Einfache OPs sollen dort durchgeführt werden, im Bedarfsfall auch mit Übernachtung.

Unter einem Dach

In einem RGZ sollen mehrere Hausärzte, darunter auch aus den Bereichen Innere Medizin, Orthopädie oder Augenheilkunde sowie Psychotherapeuten zusammenarbeiten. Dazu kommen nichtärztliche Praxisassistenten, wie Physiotherapeuten, Logopäden oder Ergotherapeuten und Weitere. Außerdem angeschlossen werden können Apotheken und Kurzzeitpflegeeinrichtungen.

Eine bestimmte Mindestgröße wäre wichtig, um sinnvoll in dieser Form arbeiten zu können. Auch die ambulante Notfallversorgung wäre angliederbar. Daher sollen es mindestens vier Fachärzte sein, die hier zusammenarbeiten.

Weitere Vorteile

Zudem sollen wichtige Punkte mit abgedeckt werden, wie die Videosprechstunden, die besser integrierbar wären als in Einzelsprechstunden. Eine koordinierte, sektorenübergreifende Versorgung mit Case-Management ist dort gut möglich.

Krankenhäuser, die nicht mehr dem Bedarf entsprechen, könnten in ein RGZ umgewandelt werden. Erforderliche Mindeststandards dafür sollten vom Gemeinsamen Bundesausschuss festgelegt werden. Dann kann der zuständige erweiterte Landesausschuss Ausschreibungen für die Betreibung eines RGZ durchführen. Betreiber sollten Kommunen oder Investoren sein, eventuell noch die Kassenärztliche Vereinigung, nicht aber Krankenkassen.

Zwischen 50 und 100 Regionen, so schätzt der vdek wären damit vor der drohenden Unterversorgung geschützt. Die Finanzierung soll für die Regionalversorgung klassisch über den Einheitlichen Bewertungsmaßstab erfolgen. Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat bereits ähnliche Vorschläge gemacht.



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