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Was unterscheidet den Rettungsdienst vom Krankentransport?

Der Rettungswagen sollte Notfällen vorbehalten sein, und nicht „missbraucht“ werden für Krankentransporte und den ärztlichen Notfalldienst. Doch wie sieht es in der Praxis aus?

AOK Baden-Württemberg schafft Abhilfe

In manchen Bundesländern ist akribisch festgelegt, wann der Rettungsdienst am Unfallort sein muss – in Baden-Württemberg sind es 15 Minuten. Doch leider kann diese Frist nicht immer eingehalten werden. Woran liegt das? Sind zu wenig Rettungswagen vorhanden?

Allein am Beispiel Baden-Württemberg kann gesagt werden, dass die Krankkassen massiv in den Rettungsdienst investiert haben. In den letzten beiden Jahren wurden 20 neue Rettungswagen zusätzlich angeschafft.

Doch die Knappheit bleibt. Das liegt zum einen daran, dass die Zahl der Einsätze steigt, und zum anderen daran, dass die Rettungswagen anderweitig genutzt werden. Genau das soll in Zukunft vermieden werden.

Rettungsdienst als Krankentaxi

Krankentransport, Hausarztnotruf, ärztlicher Notfalldienst – die Rettungswagen werden gern und oft dafür eingesetzt, obwohl die in ihnen verbaute Notfalltechnik dafür gar nicht benötigt wird. Dagegen will man nun etwas tun. Die Südwest-AOK hat eine neue Fahrzeugklasse entwickelt, die solche Transporte übernehmen kann. Eine sogenannte qualifizierte Krankenfahrt gibt medizinische Sicherheit, braucht aber wesentlich weniger medizinische Ausstattung als ein Krankenwagen. Mit zwei Personen sollen die Wagen besetzt werden – mindestens einer von ihnen muss ausgebildeter Sanitätshelfer sein.

Positiv für alle Seiten

Ärzte haben damit eine weitere Möglichkeit für besseres Praxismanagement. Denn die Wartezeiten für Patienten verkürzen sich, die auf die Fahrt nach Hause warten müssen. Insgesamt also eine gute Sache, die für Patienten, Ärzte und die Rettungsdienste nur Vorteile bringt.

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