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Endlich da – der neue und lang erwartete Entwurf für Psychotherapeuten-Ausbildung

Schon lange ist sie geplant – die Ausbildungsreform für die Psychotherapeuten. Nun hat das Bundesgesundheitsministerium endlich den entsprechenden Entwurf vorgelegt.

Laut dem "Deutschen Ärzteblatt" ist damit die vielschichtige Diskussion um das Thema endgültig beigelegt.

Das sieht der Entwurf vor

Für die Zukunft ist geplant, einen Bachelor (3jährig)- sowie einen Master (2jährig)-Studiengang einzuführen. Nach dem Masterstudium erfolgt die Approbation und schließlich eine Weiterbildung. Damit, so wörtlich, soll es eine "auf Dauer moderne und zukunftsfähige Psychotherapeutenausbildung" geben.

Ein weiterer Kritikpunkt, die Vergütung während der Weiterbildung, ist ebenfalls damit in Angriff genommen. Denn zukünftig werden die Psychotherapeuten "im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses mit einer entsprechenden Vergütung tätig, wenn sie ihre stationäre Weiterbildung absolvieren". Sie sind somit nach der Approbation nicht mehr als "Praktikanten" tätig, was verbreitet zu finanziellen Problemen bei den Auszubildenden führte.

Der Physiotherapeut in Weiterbildung (PiW)

Während dieser Zeit ist die Entscheidung zu treffen, ob in der Erwachsenen- oder Kinder-und Jugendpsychiatrie gearbeitet werden soll.

Mit dem genannten Studium und der Zeit als Psychotherapeut in Weiterbildung werden bislang getrennte Berufsbilder zusammengefasst: der Psychologische Psychotherapeut und der Kinder-und Jugendpsychotherapeut.

Ärzte, die neben ihrer allgemeinen Arbeit noch die heilkundliche Psychotherapie ausüben, dürfen sich weiter neben ihrer eigentlichen Berufsbezeichnung Psychotherapeut nennen.

Außerdem sieht der Entwurf nicht vor, dass sich am prinzipiellen Berufsbildung etwas ändert, wie von ärztlichen Verbänden befürchtet worden war. Neue Inhalte im Studium sollen bisherige Ausbildungsinhalte in der nichtärztlichen Psychotherapie nicht verdrängen. Vielmehr soll es um eine Weiterentwicklung gehen, die den heutigen Anforderungen angepasst worden ist.

Verbände gefragt

Die ärztlichen Verbände können nun den neuen Entwurf kommentieren. Bis zum 30.1. haben sie dazu Gelegenheit. Das neue Studium soll erstmals 2020 angeboten werden, wenn die Zustimmung breit ausfällt und es keine weiteren Hürden gibt. Das Gesetz müsste allerdings vom Bundesrat bewilligt werden und könnte somit bis Mitte dieses Jahres verabschiedet werden. Damit wäre der Weg frei für eine Modernisierung einer Ausbildung, wie sie in vielen Bereichen derzeit notwendig wird.



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