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Sorgen auf der Insel - England unter finanziellem Druck in Sachen Medizin

Kliniken und Arztpraxen sollen in England privatisiert werden. Hunderttausende Bürger protestieren dagegen. Was hierzulande längst Wirklichkeit ist: Der wirtschaftliche Erfolg steht über dem Wohl der Patienten.

Der britische Gesundheitsdienst NHS steht momentan nicht gut da. Auch wenn die entsprechenden Berufsverbände seit Jahren mit Regelmäßigkeit gegen die Rotstiftpolitik in diesem Gebiet protestieren – so schlimm war es noch nie.

Medienberichte

Die Medien des Königreiches berichten seit Monaten von unhaltbaren Zuständen in Krankenhäusern. Da es sowohl an der entsprechenden Betreuungskapazität als auch an OP-Kapazitäten fehlt, werden reihenweise OPs abgesagt. In der Notaufnahme muss man mindestens vier Stunden warten – die vom Gesundheitsministerium vorgegebenen Wartezeiten zwischen Einlieferung und Erstkontakt mit dem Arzt werden seit Langem nicht mehr eingehalten.

Politische Opposition

Die politische Opposition im Land spricht von unhaltbaren Zuständen und Skandalen. Es sei eine "Lotterie auf Leben und Tod", die in den Krankenhäusern herrsche. Man wirft der Premierministerin vor, dass sie den Brexit über die Arbeit für den Gesundheitsdienst stelle.

Das sagt die Regierung

Die Regierungsverantwortlichen sprechen dagegen von weitreichenden Investitionen ins Gesundheitssystem von allein vier Milliarden Pfund zusätzlich, um Engpässe zu beseitigen. Allerdings steht nicht geschrieben, auf welchen Zeitraum sich diese Zahl bezieht. Reformen seien auf den Weg gebracht, damit der NHS bezahlbar und zugänglich für alle bliebe.

Umstritten ist die Reform bei Ärzten und Patienten. Denn sie sei ein reines Ablenkungsmanöver, das nur kaschiert, dass Notaufnahmen geschlossen und kleine Krankenhäuser aufgelöst würden. Die Angebote vor Ort würden dadurch immer schlechte rund lückenhafter.


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