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Schulkrankenschwestern – das neue Projekt für gesundes Lernen

Die FDP bringt neuen Vorschlag ein: Schulkrankenschwestern in Berlin.

In Hessen und Brandenburg ist die Idee nicht neu: Modellversuche mit Schulkrankenschwestern hat es dort schon gegeben. Die Kinderkrankenpfleger und Gesundheitspfleger versorgen verletzte Schüler, bieten aber auch Präventionen an.

Kinder und Jugendliche sollen so in Bereichen wie Hygiene oder gesunde Ernährung bzw. Gesundheitsvorsorge unterstützt werden. Die Bildungsgewerkschaft GEW hat sich bereits für Projekte ausgesprochen, bei denen Pflegekräfte an Schulen eingestellt werden.

Hessen war Vorreiter

Der entsprechende Modellversuch in Hessen wurde wegen des Erfolgs bereits im Dezember 2018 für ein weiteres Jahr verlängert. Die Pflegekräfte sind dort seit Juni 2017 im Einsatz und kümmern sich um Erstversorgungen. Die Charité Berlin hat eine Auswertung des Projektes übernommen, indem sie 3.700 schriftliche Interviews führte. Eltern und Lehrer, so das Ergebnis, sind mit dem Projekt sehr zufrieden. Fast die Hälfte der Schüler der Sekundarstufe 1 gibt zu Protokoll, dass sich damit sogar das Klima an der Schule verbessert hat.

Für die Eltern stellt es eine Erleichterung dar, dass bei geringfügigen gesundheitlichen Einschränkungen keine Abholung angestrebt wird, sondern eine Versorgung vor Ort stattfindet. Die Lehrer/Schulsekretärinnen finden die diesbezügliche Entlastung ebenfalls positiv. Nicht zu verachten ist der Effekt, dass das Gesundheitswissen der Schüler dadurch ebenfalls verbessert würde. Die nötige Anschubfinanzierung für das Projekt hatte die AOK Hessen übernommen; die Verlängerungskosten übernimmt das Land. Im Übrigen werden für die Arbeit durchaus auch Männer angeworben.

Auch Brandenburg mit guten Erfahrungen

Potsdam meldet für Brandenburg ebenfalls einen guten Erfolg des Projekts. An Grundschulen hat jedes zweite Kind die Hilfe von Schulkrankenschwestern in Anspruch genommen. 20 Schulen hatten in Brandenburg an dem Modell teilgenommen – Diana Golze von den Linken hat in einem Fachkongress Zwischenbilanz gezogen.

Jedes vierte Kind der Sekundarstufe hat das Angebot angenommen. Entfallen ist dadurch zumeist das Alarmieren von Eltern und Arzt. Die Schulkrankenschwester übernimmt dabei nicht nur die Erstversorgung von Wunden, sondern hat sich auch bei der Bewältigung von Stress angeboten. Offene Ohren findet man bei der Krankenschwester im besten Fall auch bei Liebeskummer, Mobbing oder Angst. Sehr gut angekommen ist auch die Versorgung von chronisch kranken Kindern.



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