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Erfolgsversprechender Fortschritt - Praxis in München bietet Hilfe gegen Atemnot

In München hat 2015 Deutschlands einzige Atemnot-Spezialambulanz eröffnet. Die Nutzung ist für Menschen, deren Lunge krank ist, eine Wohltat. Nachahmungen wären wünschenswert. Nun gibt es erste Auswertungen, nachdem die Praxis rund anderthalb Jahre in Betrieb ist.

Mehr Lebensqualität

Die von Professorin Claudia Bausewein gegründete Ambulanz befindet sich an der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität. Die Idee brachte die Medizinerin aus England mit und gründete die Praxis zusammen mit Palliativmedizinern und Physiotherapeuten sowie Lungenfachärzten. Das Therapieangebot für Lungenkranke hilft Menschen mit Hypertonie und Atemnot-Attacken, die häufig eine Krebserkrankung begleiten, ebenso wie Patienten, die unter COPD oder anderen chronischen Lungenkrankheiten leiden. Die meisten Betroffenen sind über 60 – für sie wäre es besonders wünschenswert, wenn es nicht nur eine zentrale Stelle in Deutschland gäbe, an der diese Behandlungen möglich sind. Leider sind weitere Praxen in anderen Städten noch Zukunftsmusik.

Wenig Bekanntheit

Fachärzte aus dem ganzen Land wissen offenbar erschreckend wenig über diese Möglichkeit der Behandlung in München. Entsprechend halten sich die Überweisungen in Grenzen. Dabei würden die Patienten durch die Behandlungen meist lernen, besser mit ihrer Krankheit und den entsprechenden Atemnot-Attacken umzugehen. Atem-und Körperübungen gehören ebenso zum Programm wie Sport und Hinweise zum Umgang mit Medikamenten.

Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung wird derzeit eine Studie gefördert, die Daten über die genauen Verbesserungen der Gesundheit erbringen soll. Die BreathEase-Studie ist mit der Nutzung der Ambulanz verbunden. Die Ergebnisse werden für 2018 erwartet.


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