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Sachsen plant Flüchtlingsambulanzen in ländlichen Regionen

Laut Bericht der Online-Zeitung Dresdner Neueste Nachrichten (DNN) plant das Land Sachsen die Erweiterung der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen. So soll etwa in Plauen eine Flüchtlingsambulanz entstehen. Das Ziel der Einrichtungen sei es unter anderem, die Belastung von den niedergelassenen Ärzten in den Landkreisen zu nehmen. Um sich einen Einblick in die Arbeit von Flüchtlingsambulanzen zu verschaffen, besuchte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) die Modellpraxis im Bautzener Klinikum. Das Besondere an dieser: Die Flüchtlinge werden gleichberechtigt mit anderen Patienten behandelt. Da Sprachbarrieren eines der größten Probleme sind, arbeiten speziell zwei arabisch sprechende Mediziner in der Praxis.

Gefragt sind laut Experten für die Flüchtlingsambulanzen vor allem Psychologen. Die Behandlung psychischer Diagnosen können einige Kliniken außerhalb der Städte bisher nicht leisten. Dabei sind Traumata bei Frauen und Kindern besonders häufig vertreten. Eine verstärkte Ärztevermittlung im psychologischen Fachbereich allein im Raum Bautzen wäre laut der behandelnden Mediziner daher wünschenswert. Wie die DNN berichtet, ist die Ambulanz in Bautzen auf die Bedürfnisse der Region abgestimmt. Gesundheitsministerin Klepsch überlege deshalb über maßgeschneiderte Lösungen für einzelne Regionen. Die Einrichtung von Ambulanzen könnte auch mit der Schaffung neuer Ärztestellen einhergehen. Für den sächsischen Arbeitsmarkt bleiben die Planungen zu den neuen Flüchtlingsambulanzen weiterhin spannend.


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