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Gesundheitswesen: Reform soll Pfleger und Ärzte näher zusammen bringen

Diese beiden Berufsgruppen sind in der Medizin tätig, schultern jeweils innerhalb ihres Berufs ein hohes Maß an Verantwortung und dennoch herrscht oft eine Kluft zwischen ihnen: Gemeint sind Ärzte und Pflegekräfte. Ein positives Miteinander zwischen den Klinikangestellten ist jedoch für die Patientenversorgung unerlässlich. Um Ärzte und Pflegekräfte wieder mehr „auf Augenhöhe“ zu bringen, brauchen die Krankenpfleger und -pflegerinnen eine Interessenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss. Das erklärte kürzlich Karl-Josef Laumann (CDU), Patientenbeauftragte der Bundesregierung, gegenüber dem Focus-Magazin. Eine Lösung könnten, ähnlich der bereits etablierten Ärztekammern, gleichwertige Pflegekammern sein.

Immerhin rund 1,2 Millionen Kranken- und Altenpfleger sind in Deutschland tätig. Erste Erfolge im Sinne der Interessenvertretung sind bereits zu verzeichnen: In Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz werden aktuell die ersten Pflegekammern geschaffen. Die endgültige Etablierung von Pflegekammern könnte, Laumann zufolge, die geplante Reform der Pflegeberufe erreichen. Demnach erhofft er sich dank der Veränderungen mehr „Mitsprache und Einfluss“ der Pflegekräfte. Bei der Vermittlung von Ärzten sowie Pflegekräften ist das Arbeitsumfeld, und damit auch das Team, ein wichtiger Faktor. Stellen für Mediziner lassen sich in einem harmonischen Umfeld, vor allem intern, besser besetzen. Eine Gleichstellung beider Berufsgruppen wäre für das Gesundheitswesen sicherlich wünschenswert – sowohl für die Klinikangestellten als auch für die Patienten.


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