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Pflegeberufe können krank machen - welche Alternativen gibt es?

Pflegeberufe sind anstrengend, und das nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Das kann jeder verstehen, der schon einmal einen Angehörigen gepflegt hat. Zwar kommt hier die Belastung der familiären Bindung noch dazu, doch ein Pfleger kann die professionelle Distanz auch nicht immer wahren – schon gar nicht täglich und ein Berufsleben lang.

Das führt zur Überlastung

Pfleger bzw. alle ähnlichen Berufe sind ständig überlastet. Das liegt zum einen an zu wenig Personal und zum anderen an zu viel Zeit-und Leistungs-Druck. Die Besitzer von Pflegeheimen und Krankenhäusern kürzen das Personal, um Kosten zu sparen. Benachteiligt sind Patienten wie Pfleger, die zu allem Überfluss auch noch zu gering bezahlt werden. Aber das ist nicht der einzige Nachteil: die Arbeit in einem Pflegeberuf kann extrem gesundheitsgefährdend sein.

Die Folgen

Wie der BKK-Gesundheitsreport 2016 zu Protokoll gibt, sind die Beschäftigten in Pflegeberufen nicht nur physisch sondern auch psychische überbelastet und haben in der Folge die meisten AU-Tage aller Berufe. Fast jeder 10. Angestellte der Altenpflege hat im letzten Jahr mindestens einmal ein Antidepressivum verordnet bekommen. Das unterstreicht den Ernst der Lage. Dabei steht fest: es gibt genügend entsprechend ausgebildete Personen, doch Zehntausende von ihnen sind nicht bereit, zu den gegebenen Bedingungen in ihrem Beruf zu arbeiten.

Unter Dauerstress will niemand arbeiten und schon gar nicht bei fehlender Anerkennung und geringer Bezahlung. Gesetzliche Ruhezeiten sowie Urlaubsregelungen werden von den Arbeitgebern so gut wie möglich umgangen. Die Änderung des Personalschlüssels sei dringend erforderlich, so die Experten, sowie die Überprüfung der Umsetzung von Gesetzlichkeiten. Doch derzeit kann man davon ausgehen, dass die Maßnahmen in ihrer Gesamtheit schon zu spät kommen, denn zu viele Fachkräfte sind bereits abgewandert und kommen nur selten zurück.


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