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Pflegekräfte mit mehr Verantwortung – die "Grünen" plädieren dafür

Eine der größten Herausforderungen des deutschen Gesundheitssystems ist der Mangel an Fachkräften. Nun soll diese Situation verbessert werden, indem das Pflegepersonal mehr Verantwortung bekommt, und somit Ärzte und andere Fachkräfte entlasten kann.

Aufgabenverteilung reformieren

Zwar werden es dadurch nicht mehr Personen, die in solchen Berufen arbeiten, aber man will eine Reform der Aufgabenverteilung erreichen, und damit Freiräume für Ärzte und andere in Gesundheitsberufen Tätige schaffen.

Bundestagsantrag der "Grünen"-Fraktion

Derzeit sei es so, dass alle Gesundheitsberufe Assistenten der Ärzte seien. Die Folge sei, dass sich die Situation des Fachkräftemangels verschärfe. Eine Neuordnung im Heilberufegesetz soll daher Abhilfe schaffen. Ein weiterer Vorschlag zielt darauf ab, Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung faktisch aufzuheben. Enge Kooperationen zwischen Kliniken, Ärzten und Therapeuten sowie aller anderer Gesundheitsberufe, die in einen Fall involviert sind, würden die medizinische Versorgung verbessern.

So werden die Krankenkassen "gelockt"

Krankenkassen, die für ihre Versicherten entsprechende Verträge mit derartigen Netzwerken abschließen, sollen als "Belohnung" eine höhere Zuweisung aus dem Gesundheitsfonds bekommen, so ein weiterer Vorschlag in dem Papier.

Begründungen

Wie die Gesundheitsexpertin der Partei, Kirsten Kappert-Gonther MdB sagte, dass die starren Trennungen im Gesundheitswesen, wie sie derzeit üblich sind, zu Abstimmungsproblemen führen zwischen den Erbringern der Leistungen, und dies zu Belastungen von Patienten gehe.

Mehr Vernetzung und bessere Zusammenarbeit zugunsten der Patienten wird gefordert, und dafür die Schaffung finanzieller Anreize durch die Bundesregierung.

So reagiert die Bundesregierung

Die Bundesregierung hat dieses Thema bereits in ihre Arbeit aufgenommen. Der Pflegebevollmächtigte der Regierung, Andreas Westerfellhaus, stellt ein Ergebnis von entsprechenden Planungen für Ende 2021 in Aussicht. Bereits im Januar 2020 habe man begonnen, an einem Strategieprozess in dieser Sache zu arbeiten. Daran beteiligt sind außer der Bundesregierung auch Bundesfamilienministerium, Pflegeberufsverbände sowie die Pflegekammern und die Bundesärztekammer.



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