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Es ist kaum mehr genug Pflegepersonal für offene Stellen zu finden

Fachkräftemangel ist ein Schlagwort der aktuellen Zeit. Doch in der Pflege ist er längst angekommen und zeigt Spuren, die niemand wollen kann. Denn die Pflege ist immer mehr ein Erfordernis, und bis 2030, so haben Experten errechnet, werden rund eine halbe Million Fachkräfte im Pflegebereich fehlen. Was also tun?

Derzeit fehlen Zehntausende

Aktuellen Studien zufolge fehlen derzeit im Bereich der Pflege bundesweit rund 36.000 Arbeitnehmer. Auch in der Krankenpflege sieht es nicht besser aus: hier fehlend rund 13.000 Angestellte.

Die Bundesagentur für Arbeit hat ausgerechnet, dass auf 100 offene Stellen in diesen Bereichen rund 21 Bewerber kommen.

Diese Situation wird sich weiter verschärfen, wie jedem klar sein dürfte. Denn die Zahl der Pflegebedürftigen wächst mit steigender Lebenserwartung an, und schon heute betrifft es rund 3 Millionen Menschen, die auf Hilfe im täglichen Leben angewiesen sind. Rund drei Viertel davon sind glücklicherweise noch so selbstständig, dass sie zu Hause betreut werden können.

Große Hilfe

Und nicht jeder, der Hilfe braucht, hat eine Pflegekraft an seiner Seite. Rund 1,3 Millionen Pflegebedürftige werden ausschließlich von Angehörigen versorgt. Es sind also eigentlich noch viel mehr Fachkräfte, die fehlen.

Unbesetzte Stellen

Durchschnittlich, so haben Statistiker ermittelt, suchen Arbeitgeber über 170 Tage, ehe sie für einen Kollegen der aufhört Ersatz gefunden haben.

Die Pflegestatistik des Statistischen Bundesamtes zeigt: allein zwischen 2013 und 2015 wurden 80.000 Stellen neu geschaffen. Das klingt viel, ist aber unter den gegebenen Umständen viel zu wenig. Seit dem Jahr 1999 kann man sich über einen Anstieg von rund drei Viertel freuen. Doch auch das reicht nicht aus. Unverständlich ist, warum eine extrem hohe Zahl der Arbeitskräfte nur Teilzeit-Stellen bekommt. Denn dies sind rund drei Viertel. Geschuldet ist dieser Umstand sicher auch der Tatsache, dass die meisten Pflegekräfte (nämlich rund 85%) Frauen sind, die aufgrund ihrer Verpflichtungen um Familie und Haushalt gar nicht Vollzeit arbeiten können.



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