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Personalmangel führt auch zu Mangel während der Corona-Pandemie

Schon vor Corona gab es im Gesundheitswesen erhebliche Probleme mit dem Personal – zu wenig Angestellte sind in Krankenhäusern verfügbar, um eine gleichbleibende, gute Versorgung zu gewährleisten. Das betrifft vor allem den Pflegebereich.

Intensivkapazitäten nur im technischen Bereich

Als Corona mit voller Wucht zuzuschlagen drohte, hat man in Deutschland mit einer Aufstockung der Intensivbetten reagiert. Jedoch gab es nicht genügend Personal, um dieses "Mehr" an Intensivbehandlungen auch durchzuführen. Es wurden deshalb kurzfristig Pflegekräfte aus anderen Bereichen umgeschult, um einen Einsatz im Intensivbereich zu ermöglichen. Doch auch das hat teilweise nicht genügt.

Diskrepanz zwischen gemeldeten und geförderten Intensivbetten

Wie sich jetzt herausstellt, wurden über 32.000 Intensivbetten an das entsprechende Zentralregister als einsatzbereit gemeldet, aber für über 39.000 solcher Betten Förderungen von Krankenhäusern gestellt. Wo ist der Rest?

Doch inzwischen ist klar: damit ein solcher Intensivbetreuungsplatz gemeldet werden darf, muss nicht nur der technische Teil zur Verfügung stehen, sondern es müssen auch die entsprechenden personellen Versorgungen sichergestellt sein. Und genau hier kam und kommt es zu Problemen. Betten und Intensivplätze, die zwar angeschafft wurden, aber nicht mit personeller Betreuung ausgestattet werden konnten, können nicht als zur Verfügung stehend gemeldet werden.

Außerdem: Fördergelder werden beantragt, wenn der Intensivplatz bestellt wird. Doch noch sind nicht alle entsprechenden Beatmungsgeräte ausgeliefert. Im Übrigen sind auch noch nicht in jedem Bundesland die Fördermittel geflossen.

Fernsehbericht sorgt für Aufruhr

Doch ein Bericht der ARD-Sendung "Kontraste" sorgte dafür, dass Unmut in der Bevölkerung entstand. Denn hier stellte man die Diskrepanz so dar, als hätten die Krankenhausbetreiber die Pandemie zum Betrug genutzt, und Fördergelder beantragt für Anschaffungen, die nie getätigt worden sind. Das Bundesgesundheitsministerium untersucht derzeit die Vorwürfe und bitten alle Bundesländer um Mithilfe.



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