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Schaden lange Schichten der Ärzte den Patienten im Krankenhaus?

Ärzte und Pflegepersonal müssen lange Schichten in Kauf nehmen, sind überarbeitet und nur selten ausgeruht – das ist bekannt, denn ein Mangel an Personal hat sich manifestiert. Dass das für die Patienten nicht gut sein kann, leuchtet ein. Doch jetzt geht es darum, ob es Patienten die Gesundheit oder sogar das Leben kosten könnte.

In den USA hat man jetzt die Schichtzeit von Ärzten in Ausbildung auf 16 Stunden beschränkt (immer noch doppelt so viel wie ein normaler Arbeitstag!). Eine Studie sollte feststellen, welche Auswirkungen dies auf die Sterberate der Patienten hat und auf die Schlafeigenschaften der Ärzte. Doch siehe da: es gibt keine Veränderungen.

Der Grund darüber nachzudenken und auch etwas zu ändern war tragisch: eine 18jährige Studentin könne noch leben, wenn ihre Ärzte nicht in einem 36-Stunden-Dienst falsche Entscheidungen getroffen hätten. Doch auf der anderen Seite der Medaille stehen die Kontinuität der Betreuung und die Notwendigkeit der Ausbildung.

Sind nun die verkürzten Arbeitszeiten der Ärzte gut für die Patienten oder schlecht? Eine Studie soll darüber Auskunft geben. Sie vergleicht die Sterblichkeit von Patienten an Krankenhäusern, in denen nach dem neuen Stundenmodell gearbeitet wird mit solchen, die flexible Arbeitszeiten bevorzugen. Das Ergebnis: keine Unterschiede. Das gilt auch für die Wiederaufnahmerate von entlassenen Patienten oder deren Liegezeiten.

Geht es allerdings um den Schlaf der Ärzte, so kann festgestellt werden, dass dieser mit den flexiblen Arbeitszeiten um 0,17 Stunden kürzer und um 0,12 (von 9) Punkten schlechter war als mit den geregelten Arbeitszeiten. Allerdings muss ebenso festgestellt werden, dass die Fehler, die Ärzte machen, nach einer langen Schicht deutlich höher lagen, was wohl an mangelnder Konzentrationsfähigkeit liegt.



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