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Ärzte und Feuerwehr in Berlin: schnellere Notfallversorgung per App?

In Berlin ist die medizinische Notfallversorgung nicht mehr einhundertprozentig gewährleistet. Immer häufiger sind Einsätze nötig, jedoch gibt es für deren Abdeckung zu wenige Fahrzeuge und immer weniger Personal. Wilfried Gräfling, Landesbranddirektor der Berliner Feuerwehr, setzt sich deshalb für die Entwicklung einer speziellen App ein, die in Notfällen registrierte Ersthelfer, wie zum Beispiel Ärzte, einsetzen soll. Diese würden bei Alarm zum Einsatzort geschickt. Mithilfe der App möchte man die Bestimmung, dass acht Minuten nach dem Alarm ein Rettungswagen am Einsatzort anwesend sein soll, wieder erfüllen können. Aufgrund der Mangelwirtschaft schafft dies aktuell nur jeder zweite Rettungswagen.

Der Vorschlag bringt jedoch auch Kritik am momentanen Versorgungszustand mit sich. Denn die App versucht zu kompensieren, was sich in Berlin zu einem Problem entwickelt. Es stehen sehr viele Jobs für Mediziner, vor allem für die Notfallversorgung, in der Hauptstadt verfügbar. Und nicht nur in diesem Bereich braucht Berlin dringend Leute. Oliver Mertens, Landesvorstand der Gewerkschaft der Polizei (GdP) äußerte gegenüber der Berliner Zeitung, dass insgesamt etwa 500 Mitarbeiter benötigt würden. Er hält die App zwar für eine „gute Idee“, mahnt jedoch davor, dass die App das Kernproblem - nämlich der Personalmangel - nicht löst.


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