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Sind medizinische Versorgungszentren auf dem Vormarsch?

Die MVZ werden in einigen Gebieten schlecht angenommen – doch in Hessen hat sich jetzt eine Initiative gegründet, die dafür sorgen will, dass diese Art der Grundversorgung mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt.

Hessen als Vorreiter

Im hessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg will man neue Wege gehen. Die regionale Versorgung im medizinischen Bereich soll in neue Hände gelegt werden – in Selbstverwaltung. Ein sogenanntes Primärversorgungszentrum in Ober-Ramstadt befindet sich in Planung. Dort sollen nicht nur Mediziner tätig sein und Weiterbildungsassistenten, sondern auch eine nichtärztliche Praxisassistentin und eine Case Managerin.

Der Landrat will sich dafür die Freigabe vom Kreistag holen, denn er braucht dafür eine Viertel Million Euro. Grundlage dafür soll ein MVZ sein, welches bereits besteht.

Neue Ideen

Mit solchen innovativen Ideen sollen auch junge Ärzte verstärkt in die Region geholt werden. Denn diese sind meist gern bereit, zunächst in einem Angestelltenverhältnis zu arbeiten, statt sich mit allen finanziellen Risiken in die Selbstständigkeit zu stürzen.

Dieses Primärversorgungszentrum soll jedoch nur eine der neuen Ideen eines „Versorgungskonzeptes 2025“ sein. Dazu kommt die geriatrische Versorgung mit Hausarztpraxen, die auf Geriatrie ausgelegt sind, sowie den Kreiskliniken. Auch an die Versorgung psychisch Kranker ist gedacht worden. Damit es dort zu einer zügigen Behandlung kommen kann, ist eine Clearing-Stelle geplant. Auch das wäre ein Pilotprojekt. Schließlich soll auch die sektorenübergreifende Versorgung vorangetrieben werden.

Damit das ganze Projekt möglichst problemlos umgesetzt werden kann, will der Landkreis auch Ärzte mit einbeziehen. Ein regionaler Beirat aus Vertretern der Politik und der Ärzteschaft soll Entscheidungen treffen.


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