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Verfügbare Ärztejobs: Zörbigs Kinderarztpraxis schließt wegen Personalmangels

In Mitteldeutschland brechen immer wieder medizinische Instanzen weg, in einigen Fällen gleich ganze Fachbereiche. Aktuelles Beispiel: Im sachsen-anhaltinischen Zörbig wird Mitte Mai die einzige Kinderarztpraxis der Stadt ihre Türen schließen. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) unter Bezugnahme auf das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Bitterfeld/Wolfen, zu dem die besagte Praxis gehört. Die hiesige Ärztin wird aufgrund ihres Alters in Ruhestand gehen. Bereits seit mehreren Jahren versucht die MVZ einen Nachfolger für die Praxis zu finden – bisher erfolglos.

Stellenangebote für Kinderärzte wurden zwar geschaltet, aber keine Interessenten gefunden. Das MVZ vermutet, dass Zörbig nicht attraktiv sei für Kinderärzte. Diese suchen bevorzugt nach Medizinerstellen in den großen Städten. Um die kleinen Patienten dennoch weiterhin medizinisch zu versorgen, schickt das MVZ Familien nun in das Gesundheitszentrum Bitterfeld/Wolfen. Der Stadtrat von Zörbig zeigt sich derweil enttäuscht, da lange Zeit niemand zum Thema Praxisschließung auf ihn zugekommen sei. Nun sucht man gemeinsam nach Lösungen. Mit dem Ende der Zörbiger Kinderarztpraxis werden im Landkreis Anhalt-Bitterfeld nur noch zehn Kinderärzte praktizieren. Eine Möglichkeit für die Besetzung freier Medizinerstellen ist bisher offenbar nicht in Sicht.


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