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Bessere interkulturelle Kompetenzen für Ärzte, Pfleger und Co

Ein interkulturelles und berufsgruppenübergreifendes Fortbildungskonzept mit Namen "InterKultKom" wurde von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein vorgestellt. Das Ziel: transkulturelle Kompetenzen zu stärken, und zwar von Pflegekräften, Ärzten, medizinischen Fachangestellten. So hofft man, eine kultursensible Kommunikation in der Gesundheitsversorgung zu erreichen.

Gesundheitsversorgung für alle

Unsere Gesellschaft ist inzwischen multikulturell geworden – da muss die Gesundheitsversorgung nachziehen, ist sich KVNO-Präsident Rudolf Henke sicher. Einige der Berufe im Gesundheitswesen müssen mit schwersten Krankheiten und Grenzsituationen am Lebensende umgehen. Dazu sind spezielle Fähigkeiten vonnöten, um mit Betroffenen und Angehörigen entsprechend zu kommunizieren. Daher sollen die Fortbildungen dazu beitragen, die entsprechenden Fähigkeiten zu vermitteln.

Diese Vorschläge gibt es

Dolmetscher und sogenannte Sprachmittler sollen dafür sorgen, dass der Kommunikationsprozess in der Klinik auch bei den Patienten entsprechend wahrgenommen wird. Die Beziehungen zu fremdsprachigen Patienten müssen erfolgreich gestaltet werden – dafür ist ein Lernprozess erforderlich.

Auch wichtig: die Teilnehmer erfahren viel darüber, wie man in anderen Kulturen mit Krankheit, Schmerz, Tod und Trauer umgeht. Die daraus folgenden emotionalen Reaktionen von Betroffenen und Angehörigen sind so besser nachzuvollziehen.

Test in Aachen

In der Städteregion Aachen ist das Fortbildungskonzept bereits getestet worden. Die Reaktionen waren sehr gut; nach Abschluss der Schulungen sprachen die Teilnehmer von mehr Sicherheit im Umgang mit Patienten aus anderen Kulturen. Außerdem wurde der interdisziplinäre Austausch der Gesundheitsberufe gelobt, der sich durch das Projekt ergab.

Henke würde sich freuen, so sagt er, wenn das Projekt Schule machen würde und über Aachen hinaus angenommen wird. Beteiligt sind daran die "Robert-Bosch-Stiftung", die KVNO und die Ärzte- und Zahnärztekammer Nordrhein. Zudem auch die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, der Pflegerat Nordrhein-Westfalens und der Verband medizinischer Fachberufe.

Die Umsetzung erfolgte vom "Institut für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein" sowie der Uni Witten/Herdecke.



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