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Mehr Personal im Krankenhaus eingestellt - Positive Entwicklung hält seit Jahren an

Bereits vor Corona wurde über einen Mangel an Pflegekräften und Krankenhauspersonal geklagt. Von 2019 auf 2020 in die Zahl der Mitarbeiter in deutschen Krankenhäusern gestiegen. Allein beim pflegerischen Personal gab es eine Steigerung von rund 345.000 auf 363.000. Dies zeigt der Krankenhaus-Rating-Report 2022, der in der vorigen Woche in Berlin vorgestellt worden ist. Er nimmt seine Zahlen aus je rund 500 Jahresabschlüssen von Krankenhäusern aus den Jahren 19 und 20.

Auch Vorjahre mit mehr Personal

Ebenso mehr Personal gab es in den entsprechenden Vorjahren. Die Anzahl der sozialpflichtig Versicherten in diesem Bereich stieg im Gesundheitswesen zwischen 2015 und 2021 um 15%, in Krankenhäusern um 12%.

Nimmt man einen längeren Zeitraum her, kann ebenfalls von einer kontinuierlichen Steigerung gesprochen werden. So nahm die Zahl der Vollkräfte im ärztlichen Dienst um fast 60% in der Zeit zwischen 1999 und 2020 zu. Die Pflegekräfte wurden im gleichen Zeitraum allerdings "nur" um knapp 9% mehr. Im medizinisch-technischen Dienst wurde rund 30% und rund 35% im Funktionsdienst mehr Personal eingestellt.

Dagegen nahmen das klinische Hauspersonal, Versorgungsdienste, technische Dienste und Verwaltungs- sowie Sonderdienste um rund 25% ab. Das liegt vor allem am ausgeweiteten Outsourcing im nichtmedizinischen Bereich.

Veränderungen innerhalb der letzten dreißig Jahre

Während im Pflegedienst zwischen 1999 und 2007 vor allem der Stellenabbau großgeschrieben wurde, zeichnete sich seit 2008 eine Kehrtwende ab. Während in den erstgenannten Jahren jährlich rund 1,5% der Stellen abgebaut wurden, gab es in den Jahren ab 2008 jährlich einen Aufbau von rund 1,5%.

Viel höher ist die Zahl der Mitarbeiter geworden, die aus dem Ausland nach Deutschland kamen. In den Krankenhäusern nahm deren Zahl stetig zu - bis zu 10% im letzten Jahr, die der Anteil der ausländischen Mitarbeiter ausmacht.

In Pflegeheimen liegt die Zahl sogar noch höher. Denn dem Fachkräftemangel wirkt das Gesundheitswesen inzwischen vermehrt mit ausländischen Mitarbeitern entgegen.

Eine sinkende Zahl der zu versorgenden Fälle führe daher zu einer statistischen Zahl von 16%, die die Produktivität gesunken sei. Der Rückgang ist allerdings teilweise durch pandemiebedingte Zusatzarbeit zu erklären.

Gesetzliche Vorgaben schränken zur Verfügung stehende Arbeitszeit ein

Dies erklärt sich durch die Regelungen zu Bereitschaftsdiensten, die in den neuen Tarifverträgen des MB enthalten sind. Auch Personal-Untergrenzen für Personal sind festgelegt worden; rechnerisch stehen in diesem Jahr rund 20% weniger Intensivkapazitäten als im Vorjahr zur Verfügung. Weitere Herausforderungen für die Kliniken gebe es durch das MDK-Reformgesetz mit Begutachtungsleitfaden des Medizinischen Dienstes Bund für die Strukturmerkmale.

Auch der Anteil der Teilzeit arbeitenden Mitarbeiter habe zugenommen, im ärztlichen Dienst der Krankenhäuser zwischen 2004 und 2020 von damals 12% auf heute 29%.

Weiter freie Stellen zu besetzen

Trotz der Zunahme an Vollkräften sind nach wie vor viele Stellen unbesetzt. Die meisten offenen Stellen haben Arzt-und Zahnarztpraxen zu vermelden - deren Zahl ist seit 2007 mit 539% am stärksten gestiegen. Doch auch in Krankenhäusern ist man mit 354% Zunahme jenseits einer befriedigenden Lösung.

Lichtblick: die Zahl der Auszubildenden steigt. Ein Plus von 30% seit 2015 ist ein hoffnungsvoller Wert. Stark ist der Anstieg mit über 40% in Krankenhäusern, wo inzwischen rund 7% der Beschäftigten Azubis sind.



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