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Länder mit mehr Einfluss auf Zulassungsausschüsse für niedergelassene Ärzte

Das sogenannte Terminservice-und Versorgungsgesetz will für die Zukunft Zulassungsbeschränkungen für den ländlichen Raum aufheben. Der Marburger Bund (Berufsverband und Fachgewerkschaft der Ärzte in Deutschland) ruft aktuell die Bundesländer dazu auf, die neu geschaffene Möglichkeit zu nutzen, und auf die Zulassungsausschüsse Einfluss zu nehmen.

Neue Arztsitze müssen vor allem im ländlichen Raum geschaffen werden – so viel haben die Statistiken der letzten Jahre gezeigt. Darauf könnten die Ländervertretungen aktiv Einfluss nehmen, wenn sie zukünftig ein Mitberatungs-und Antragsrecht in den Zulassungsausschüssen erhalten. Nun kommt es darauf an, diesen Einfluss zu nutzen. Mehr Freiheit und Flexibilität bei der ambulanten Versorgung wird immer wieder gefordert. Dazu sollten alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

Marburger Bund fordert mehr Freiheit der Politik

Die Politik sollte mehr Freiheit an den Tag legen, fordert der MB. Dazu gehört, dass junge Ärzte bessere Chancen auf eine Praxis ihrer Wahl haben. Die Aufhebung von Zulassungssperren ist nach Auffassung des MB ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Die Niederlassungsfreiheit war eingeschränkt worden, nachdem das Gesundheitsstrukturgesetz zu Beginn der 90er Jahre eine Bedarfsplanung mit Zulassungssperren für überversorgte Gebiete gebracht hat. Diese strenge Bedarfsplanung sei es gewesen, so ist sich der Marburger Bund sicher, dass viele junge Ärzte von der Planung einer eigenen Praxis zurückgetreten sind. Dies sei in der Folge einer der Gründe gewesen, warum ein regelrechter Nachwuchsmangel unter den niedergelassenen Ärzten entstanden ist. Durch die neuen Maßnahmen, so hofft man, ist die größte Hürde auf dem Weg zum sinkenden Nachwuchsmangel genommen.


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