Menu
Header-Logo

Ärztevermittlung: Mediziner hätten bei Ebola-Epidemie flexibler sein müssen

Der im letzten Jahr in Afrika ausgebrochene Ebola-Virus hat die Weltgemeinschaft nahezu unvorbereitet getroffen. Nur langsam konnten die Ärzte vor Ort der Krankheit Herr werden. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen kritisiert nun die internationale Vorgehensweise bei der Ebola-Bekämpfung. Hätten Politik und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schneller und flexibler reagiert, hätte die medizinische Versorgung in den Kerngebieten besser vonstattengehen können. Darunter zählt neben der ausreichenden Bereitstellung von Impfstoffen und Medikamenten auch die Besetzung von freien Stellen von Medizinern. Zahlreiche Ärztejobs vor Ort blieben vakant, sodass die Mediziner an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gestoßen sind. Um eine einwandfreie Behandlung aller Erkrankten zu gewährleisten, hätten etliche weitere Stellen mit Medizinern mit Ebola-Erfahrung besetzt werden müssen.

Selbst innerhalb von Deutschland erweist es sich jedoch als schwierig, Ärztejobs mit qualifiziertem Fachpersonal zu besetzen. In den Stellenmärkten für das Gesundheitswesen suchen Personalagenturen für Mediziner für Kliniken und Praxen qualifizierte Fachkräfte von unterschiedlicher Berufserfahrung und Fachrichtung. Besonders in extremen Situationen wie der Ebola-Epidemie erschweren die äußeren Umstände die Rekrutierung für freie Ärztejobs vor Ort im Krisengebiet zusätzlich. Ärzte ohne Grenzen weist gegenüber Stern.de darauf hin, dass in Zukunft die Vorbereitungen für den Fall einer Epidemie eher getroffen werden müssen – und zwar von der gesamten Weltgemeinschaft.


© 2017 1a-Ärztevermittlung