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Pensionierte Pflegekräfte und Ärzte werden für die Pandemiebekämpfung gebraucht

Was bald in ganz Deutschland Realität sein könnte, ist in Mecklenburg-Vorpommern bereits eingetreten: der Gesundheitsminister bittet Rentner aus dem medizinischen Bereich um Hilfe.

Stark angestiegene Infektionszahlen fordern neue Maßnahmen

Um den stark angestiegenen Infektionszahlen noch entsprechendes Personal entgegensetzen zu können, hat Gesundheitsminister Harry Glawe an ehemalige Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern appelliert, in die Kliniken zurückzukehren.

Es wird qualifiziertes Personal benötigt, damit die Herausforderungen der nächsten Wochen gemeistert werden können, so der Minister. Er betont, dass es bereits eine große Hilfe sei, wenn sich solches Personal, welches seit kurzem im Ruhestand ist, für wenige Wochen zurückmelde. Denn in dieser Zeit könne man den derzeit aktuell Angestellten eine kurze Verschnaufpause gönnen, die diese dringend benötigten.

Zudem müssen die aktuellen Ärzte und Pflegekräfte sich auch um andere, dringende Hilfen für Patienten außerhalb von Corona kümmern.

In Mecklenburg-Vorpommern liegt die 7-Tage-Inzidenz derzeit bei rund 160. Es drohe ein Kollaps des Gesundheitssystems.

Notbremse seit diese Woche Montag

Seit dem 19.04., ist deshalb eine Notbremse in Gang: die meisten Kitas, Schulen und Geschäfte sind geschlossen.

Kritik an der Politik von HNO-Ärzten

Die HNO-Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern laufen derweil Sturm. Denn sie fühlen sich vom Gesundheitsministerium vergessen. Sie müssen umgehend eine Corona-Schutzimpfung erhalten; doch da die gültige Impfverordnung im Land nicht umgesetzt werde, sind sie bislang ohne Impfung geblieben.

Dabei gibt es viele Untersuchungen an Patienten, bei denen die Aerosole freiwürden, die das Personal in diesen Praxen besonders gefährde; daher besteht kein Verständnis dafür, dass die HNO-Ärzte bei der Corona-Schutzimpfung nicht berücksichtig würden.

Der Berufsverband der HNO-Ärzte hat sich seit Jahresbeginn deshalb mit drei Schreiben an das Gesundheitsministerium gewendet, die bislang aber alle unbeantwortet geblieben seien.



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