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Immer mehr Behandlungsfehler wegen Ärztemangel?

Die Zahl der Behandlungsfehler in Deutschland ist in den letzten Jahren angestiegen. Waren es im Jahr 2013 noch 3.796 gemeldete Fälle, so ist die Anzahl im Folgejahr um 268 auf über 4.000 angestiegen. Das teilte, laut Hamburger Abendblatt, der Medizinische Dienst des Kassen-Spitzenverbands (MDS) mit. Die Ursache der Behandlungsfehler liegt in jedem zweiten Fall darin, dass erforderliche Maßnahmen nicht eingesetzt wurden oder wenn doch, zu spät. Falsche Diagnosen wurden in 25 Prozent der Fälle aufgestellt. Die Fachbereiche sind recht durchmischt. Demnach richtete sich jeder dritte Fall gegen die Unfallchirurgie und die Orthopädie. Aber auch die Innere Medizin und die Zahnmedizin seien oft betroffen. Immerhin noch fünf Prozent der Vorwürfe wendeten sich gegen die Pflege.

Die meisten Behandlungsfehler geschehen laut MDS-Angaben im Operationssaal. Hier liegt die Quote bei 31 Prozent. MDS-Experten sprechen jedoch von der „Spitze des Eisbergs“. Eine Meldepflicht für Behandlungsfehler gibt es nicht, was der Medizinische Dienst gern ändern möchte. Doch wo liegen die Ursachen für die steigende Zahl der Behandlungsfehler? Liegt es womöglich am hohen Arbeitspensum der Ärzte? Aufgrund des Fachkräftemangels müssen Mediziner, ähnlich wie in der Pflege, immer mehr Patienten in kürzerer Zeit behandeln. Da können sich Fehler schnell einschleichen. Umso wichtiger ist es für medizinische Einrichtungen, den Personalstamm der aktuellen Geschäftssituation entsprechend aufzubauen und gegebenenfalls zu vergrößern. Personaldienstleister können hier kompetente Unterstützung leisten.


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