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Marburger Bund: Warnstreiks der Ärzteschaft am 1. Mai in Niedersachsen

Der Marburger Bund Niedersachsen ruft zu neuen Warnstreiks auf. In Oldenburg sollen die Ausstände stattfinden.

Proteste rund um den 1.Mai

Der 1.Mai, der traditionelle Tag der Arbeit, ist häufig Anlass für Beschäftigte, ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Dieses Mal soll am letzten Apriltag ein neuer Warnstreik der Ärzteschaft auf deren Probleme hinweisen.

Tarifverhandlungen gescheitert

Im März hatte es Tarifverhandlungen gegeben, die an der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände gescheitert waren. Ärzte aus Niedersachsen werden deshalb vor dem Klinikum in Oldenburg gegen die Arbeitsbedingungen an den Krankenhäusern und Gesundheitsämtern der Kommunen protestieren.

Bei den vorangegangenen Warnstreiks wurde gezeigt, dass es ernst damit ist, die Forderungen durchsetzen zu wollen. Nun steht eine Wiederaufnahme der Verhandlungen ins Haus und die Arbeitgeber sollen mit diesen Streiks eine Botschaft bekommen, dass sie die Forderungen ernst nehmen müssen. Die "Ärzte seien nicht länger bereit, sich verheizen zu lassen", lautet die klare Ansage des Marburger Bundes Niedersachsen.

Das sind die Forderungen

Die Ärztegewerkschaft fordert, die insgesamte Arbeitslast dringend zu verringern. Dafür wurden explizit Maßnahmen vorgeschlagen. So soll die Arbeitszeit ohne Kappung in Echtzeit erfasst werden. Außerdem sollen die Ärzte zwei freie Wochenenden im Monat haben und verlässliche Dienstpläne erhalten, mit den sie besser privat planen können. Höchstgrenzen für Bereitschaftsdienste müssen geschaffen werden und außerdem sollte nach einem Bereitschaftsdienst auf Vollarbeit verzichtet werden.

Nach den ersten Arbeitskampfmaßnahmen in den letzten Wochen hatten die Arbeitgeber signalisiert, dass sie zum Entgegenkommen bereit wären, zumindest was die rechtssichere Anwendung der Kollisionsnorm aus dem Tarifeinheitsgesetz betrifft. Auf dieser Grundlage sollen die Verhandlungen wieder aufgenommen werden.

Doch der Geschäftsführer des MB Niedersachsen, Sven De Noni, spricht von dringend nötigen Ergebnissen: "die formale Absicherung der Anwendung des Tarifvertrages allein genügt nicht. Unsere Mitglieder erwarten eine spürbare Veränderung ihrer Arbeitsbedingungen. Am Ende kommt es auf das Gesamtergebnis an."

Aufgrund der Warnstreiks kann es zu Einschränkungen in den bestreikten Einrichtungen kommen, wobei Patienten, die dringender Hilfe bedürften, natürlich versorgt werden.



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