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Marburger Bund: Mehr Corona-Tests bei medizinischem Personal

Der Marburger Bund, die Ärztegewerkschaft, hat sich für mehr Tests des medizinischen Personals ausgesprochen. Außerdem werden mehr Mitarbeiter für die Gesundheitsämter verlangt.

Wer muss zahlen?

Derzeit wurde darüber verhandelt, ob die Tests des medizinischen Personals von den Krankenkassen übernommen werden. Dies soll nur gelten, wenn die entsprechenden Tests vom öffentlichen Gesundheitsdienst angeordnet waren.

Kritik dazu kommt vom MB. Denn er hält diese Einschränkung für problematisch. Die Gesundheitsämter, die nun auch noch diese Entscheidungen zu tragen hätten, wären ohnehin stark belastet und brauchen ein "dauerhaftes und nachhaltiges Personalkonzept".

Medizinisches Personal ohnehin stark belastet

Sieben bis zehn Prozent, so die Erhebungen, der mit dem neuen Virus Infizierten, arbeiten in medizinischen Einrichtungen. Das sind knapp 12.000 Menschen, von denen 19 verstarben.

Allerdings sind bei diesen Zahlen alle erfasst, die in sogenannten "für den Infektionsschutz relevanten Einrichtungen nach § 23 Infektionsschutzgesetz" tätig sind. Das sind Arztpraxen, Krankenhäuser, Rettungsdienste, Sondermedizinische Dienste, wie etwa Dialysezentren, auch Reha-Kliniken, Pflegedienste, Entbindungseinrichtungen und vieles mehr. Nach § 36 des o.g. Gesetzes gibt es auch Zahlen für Bedienstete von Einrichtungen wie Gefängnissen, Alten-und Behindertenheimen, Obdachlosenunterkünften und ähnlichem. Hier gab es über 8.000 Infizierte und über 40 Tote.

Robert-Koch-Institut bestätigt starke Ausbreitung

Hohe Fallzahlen bei den Betreuern in den genannten Einrichtungen laufen konform mit den Ausbrüchen der Infektion in Alters-und Pflegeheimen, so das RKI. Allerdings sei eine Erfassung nicht möglich, die genauen Bezug auf den Arbeitsplatz des Erkrankten zulässt. Außerdem ist unklar, ob sich ein Betroffener im privaten Umfeld oder am Arbeitsplatz infiziert hat. Krankenhäuser dringen auf wöchentliche Tests

Krankenhäuser dringen darauf, dass generell regelmäßige Tests für die Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Man plädiert für einmal wöchentlich. Gesundheitsminister Spahn hatte Mitte Mai erklärt, dass die Tests ausgeweitet werden sollen und auch unabhängig von Symptomen die Kosten übernommen werden.



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