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Bekommen Krankenkassen zu wenig Geld für Hartz-IV-Patienten?

Ein neues Gutachten beschäftigt sich mit der Frage, ob die Krankenkassen von öffentlicher Stelle genügend Mittel für die versorgten Hartz-IV-Patienten erhalten. Offenbar nicht, wie die Zahlen zeigen - es geht um zehn Milliarden Euro.

IGES-Institut deckt auf

Das IGES-Institut kam in seinem Gutachten für das Bundesgesundheitsministerium zu der Ansicht, dass die Überweisungen, die die öffentliche Hand für die Behandlung von Hartz-IV-Empfängern auslöst, nur 38% der tatsächlichen Ausgaben decken. Wie kann das sein? Rund 100 Euro beträgt die Zahlung pro Monat für die Bezieher diverser Hilfen, wie Arbeitsloser und Aufstocker. Doch nötig wäre fast das Dreifache, nämlich 290 Euro. Was also stimmt nicht im System, dass die Monatspauschale so weit von den tatsächlichen Kosten abweicht?

Hoffnung auf neue Regierung

Die Verantwortlichen hoffen auf die neue Regierung und dass sich diese endlich des lange bekannten Problems annimmt. Bei den privat Versicherten zahlt man bis zu 341 Euro monatlich – es ist also möglich, mehr aus dem entsprechenden Topf herauszuholen. Schon in den Sondierungsgesprächen für die Jamaika-Koalition war das Thema auf den Tisch gekommen.

Flüchtlinge verstärkten das Problem

Die Flüchtlinge, die in den letzten Monaten und Jahren verstärkt nach Deutschland kamen, können nach 15 Monaten ebenfalls die Sozialleistungen wie Hartz-IV in Anspruch nehmen. Damit sind sie auch in der gesetzlichen Krankenversicherung involviert. Dass diese Flut von neuen Mitgliedern das Problem noch verstärkte, versteht sich von selbst. Es ist also höchste Zeit, hier etwas zu verändern.



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