Menu
Header-Logo

Pflegeberufe: ver.di klagt über sehr schlechte Ausbildungsparameter

Jobs für Ärzte und Pfleger werden in Deutschland so häufig ausgeschrieben wie selten zuvor. Vor allem die Pflegeberufe sind schon heute aufgrund des demografischen Wandels immens wichtig für die Patientenversorgung. Und dieses Faktum wird sich auch in der Zukunft wohl nicht allzu schnell ändern. Umso wichtiger ist die Ausbildung medizinischer Fachkräfte. Denn je höher diese qualifiziert sind, umso leichter fällt die Arbeitsvermittlung in der Medizin. Doch gerade in der Pflege herrschen laut einer Studie der Gewerkschaft ver.di bereits in der Ausbildung schlechte Arbeitsbedingungen. Dies ergab eine Befragung von 3.500 Auszubildende in diversen Pflegeberufen zu ihrem Jobumfeld.

Der „Ausbildungsreport Pflegeberufe 2015“ offenbart, dass die Pflege-Azubis unter anderem unter dem Zeitmangel der Praxisanleiter, Überstunden sowie kurzfristige oder gar ungeplante Versetzungen leiden. Viele Punkte ähneln den Bedingungen, die den Berufsalltag fertig ausgebildeter Pflegekräfte ausmachen. Dabei sind viele der Auszubildenden noch nicht einmal volljährig. Dabei wird zum Teil sogar gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen: So ergab die Studie, dass jeder achte Minderjährige mehr als 40 Stunden in der Woche arbeitet. Der allgemeine Personalmangel wird bereits in der Ausbildung spürbar – und die Überforderung raubt den Auszubildenden schon vor Berufsstart das Engagement. Die Gewerkschaft ver.di fordert nun bessere Arbeitsbedingungen. Auch deshalb, um die Fachkräfte dauerhaft im Berufsleben halten zu können.


© 2017 1a-Ärztevermittlung