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Der Marburger Bund bangt um die erkämpften Tarifverträge der Ärzte

Eigene Tarifverträge haben sich Ärzte hart erkämpft. Nun bangen Sie darum, diese Sonderstellung auch behalten zu dürfen. Der Marburger Bund hat nunmehr auf seiner Hauptversammlung beschlossen, dafür zu kämpfen. Es soll eine Vereinbarung mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi geben die besagt, dass der Umgang mit dem Tarifeinheitsgesetz entsprechend auszulegen ist. Gemeinsam soll verhindert werden, dass Tarifverträge verdrängt werden, da nach der neuen Gesetzeslage bei mehreren Tarifverträgen immer der anzuwenden ist, der von der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern kommt. In Krankenhäusern wäre der Marburger Bund dann in den meisten Fällen schlecht weggekommen.

So sieht die ausgehandelte Vereinbarung aus

Laut der Vereinbarung verpflichten sich beide Gewerkschaften, keinen entsprechenden Antrag auf Feststellung der Mehrheit zu stellen. Sollten die entsprechenden Verantwortlichen bei Verdi dieser Vereinbarung zustimmen, könnte schon Ende November eine entsprechende Tarifsicherheit greifen.

Dann kann auch in Zukunft vom Marburger Bund ein spezieller Tarifvertrag für die Ärzte ausgehandelt werden.

Dennoch ist dem Marburger Bund, der Gewerkschaft der Ärzte, bei der Vereinbarung nur zeitweise die Unsicherheit genommen. Denn, so ein Sprecher, eine solche Vereinbarung kann auch jederzeit wieder gekündigt werden. Sicherer wäre es darum, wenn der Bundestag das dazu führende Tarifeinheitsgesetz wieder aufheben würde.

Bundesverfassungsgericht fordert Nachbesserungen

Das Bundesverfassungsgericht hat über das genannte Gesetz bereits geurteilt, dass es mit dem Grundgesetz vereinbar sei, aber dennoch Nachbesserungen erforderlich seien, die bis Ende 2018 vom Gesetzgeber zu erledigen sind. Die neue Bundesregierung wird also darauf reagieren und sich des Themas annehmen müssen, auch wenn dies in keinem der Wahlkampfprogramme auftauchte.


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