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Strategie für ländliche Gebiete: Beispielhafte Hilfe bei Ärztemangel in der Eifel

So viele Ärzte, wie derzeit in ländlichen Gebieten Deutschlands auch fehlen, so akut droht der Zustand demnächst in der Eifel zu werden. Denn dort, in dem landschaftlich reizvollen Gebiet, wollen sich nur wenig junge Ärzte niederlassen – sie arbeiten lieber in der Stadt, gehen abends aus oder haben eine planbare Arbeitszeit in einem Klinikum. Landarzt sein, kaum Feierabend kennen, ist unattraktiv wie nie.

Gute Beispiele machen hoffentlich Schule

Doch es gibt Ärzte, die dem Desaster die Stirn bieten und gegen den Strom schwimmen. Dr. Carsten Schnieder, ein niedergelassener Allgemeinmediziner aus Daum, hat eine kluge Strategie entwickelt: Er hat aus einer Gemeinschaftspraxis ein medizinisches Versorgungszentrum gemacht. Mit im Boot: seine Frau Ina, die zuvor schon in der Gemeinschaftspraxis mitarbeitete.

Angestellte Ärzte können Arbeitszeit wählen

Die Ärzte, die sich von Dr. Schnieder anstellen lassen, können selbst bestimmen, mit welcher Stundenanzahl sie sich hier einbringen. Sieben Ärzte sind es inzwischen, die in Daun mitarbeiten. Und sogar ein Hausarzt, der demnächst in Rente geht, hat seine Praxis in das Versorgungszentrum verlegt. So kann er seine Arbeitszeit „ausschleichen“ lassen – Mitarbeiter und Patienten sind dennoch versorgt. Für solche Kollegen ein toller Einstieg in die Rente ohne schlechtes Gewissen.

Zusätzlich sind für eine solche Großpraxis Praxisassistentinnen tätig, die einen erheblichen Teil der Hausbesuche absolvieren können.

Solche innovativen Ideen sollten Schule machen – und sind für gerade ältere Patienten im ländlichen Raum überlebenswichtig. Schließlich soll niemand zu Hause wegziehen müssen, weil er keine Möglichkeit mehr sieht, ärztlich versorgt zu werden. Das Land schießt übrigens für angestellte Ärzte Förderungen zu – der Arzt muss lediglich fünf Jahre an dieser Stelle tätig bleiben.


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