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Das Förderprogramm der Landärzte in Bayern wirkt erfolgreich

Seit langem wird im Zusammenhang mit dem Ärztemangel besonders darüber debattiert, wie junge, frisch ausgebildete Ärzte dazu bewogen werden können, eine Stelle im ländlichen Raum anzunehmen. Viele Praxen werden hier geschlossen, wenn der bisherige Arzt in den Ruhestand geht, und keinen Nachfolger findet.

Landarzt-Förderprogramm aufgelegt

Das Landarzt-Förderprogramm der Bayrischen Landesregierung zeigt erste Erfolge. Fast einhundert neue Förderbescheide für Niederlassungen sind 2019 bereits bearbeitet worden, davon fast 70 Hausärzte. Melanie Huml, die bayrische Gesundheitsministerin, teilte dies zum Jahresende mit.

Rund 38 Millionen Euro wurden bislang für die Förderungen bereitgestellt. Der Ministerin zufolge ist dies gut angelegtes Geld, denn die Lebensqualität im ländlichen Raum wird eklatant leiden, wenn die medizinische Versorgung nicht gewährleistet werden kann.

Stipendienprogramm zeigt ebenfalls Erfolge

Das Ministerium hat noch einen anderen Erfolg vorzuweisen: über 40 Förderbescheide wurden in diesem Jahr ausgestellt vom Studienprogramm für Medizinstudenten.

Rentenzunahme in Bayern

Wie aktuelle Statistiken zeigen, sind rund ein Drittel der Hausärzte des Bundeslandes in einem Alter, indem sie über kurz oder lang in den Ruhestand gehen – sie sind über sechzig Jahre alt.

Förderung lässt hoffen

Gemeinden, die weniger als 20.000 Einwohner haben, und nicht als überversorgt gelten, haben derzeit einen großen Vorteil: lässt sich dort ein Landarzt nieder, bekommt er eine Landesförderung von bis zu 60.000 Euro. Da es einen ähnlichen Mangel an Kinder-und Jugendpsychiatern gibt, sind hier ähnliche Förderungen zu bekommen – lässt man sich in einer Gemeinde bis 40.000 Einwohner nieder.

Diese Art der Förderung besteht nun seit sieben Jahren. Bislang konnten fast 600 Praxisgründungen auf diesem Weg unterstützt werden, davon über 460 Hausärzte, bei denen die Situation besonders besorgniserregend ist.

So werden Studierende unterstützt

Wer ein Stipendium erhält, wie es bereits oben erwähnt worden ist, muss folgende Bedingungen erfüllen: er verpflichtet sich, seine fachärztliche Weiterbildung im ländlichen Gebiet Bayerns zu absolvieren, und außerdem mindestens fünf Jahre in einem solchen Raum tätig zu sein. Dafür erhält er während des Studiums monatlich 600 Euro.

In den genannten sieben Jahren wurden bislang rund 250 Medizinstudenten auf diese Art und Weise unterstützt.



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