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Ärztejobs: Kommt die Vorratsdatensicherung mit speziellen Schutz für Mediziner?

In regelmäßigen Abständen wird das Thema Vorratsdatenspeicherung in der Politik aktuell, und damit auch die öffentliche Kontroverse. Ein Aspekt: Experten fordern bei der Datenspeicherung einen speziellen Schutz für bestimmte Berufsstände. Dazu zählen unter anderem „Geheimnisträger“ wie Anwälte, Journalisten und Mediziner. In den Ärztejobs stärkt die Schweigepflicht auch das Vertrauen der Patienten. Gegenwärtig prüft das Bundesinnenministerium dennoch, ob ein Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung möglich ist. Laut eines Berichts, auf den „Focus.de“ Bezug nimmt, schätzt Minister Thomas de Maizière (CDU) eine eingeschränkte Ausführung der Datenspeicherung als gerichtsbeständig ein. Weiterer Gegenstand der Diskussionen ist die Dauer der Datenspeicherung.

Angestrebt wird aktuell eine Speicherzeit von sechs Monaten, doch es gibt Widerstand innerhalb der Großen Koalition. Gegen die Speicherung von Telefon-, E-Mail- und Internetverbindungsdaten ohne konkreten Verdacht spricht sich etwa Bundesjustizminister Timo Maas (SPD) aus. Andere Experten halten bei den besonderen Berufsgruppen eine kürzere Speicherzeit für sinnvoller. In den Stellenbörsen der Gesundheitsbranche warten zahlreiche Ärztejobs, die alle der Schweigepflicht unterliegen. Die Vorratsdatenspeicherung könnte die Arztstellen in der Ausführung ihrer berufsethischen Verpflichtungen beeinflussen. Die Attraktivität von Arztstellen sollte unbedingt erhalten bleiben, schließlich warten in den Stellenbörsen der Gesundheitsbranche ohnehin bereits Hunderte Ärztejobs auf interessierte Bewerber.


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