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Staat greift in Praxisabläufe ein – in Sachsen-Anhalt regt sich Wiederstand

Es geht um den Referentenentwurf zum Terminservice-und Versorgungsgesetz. Die KV-Vertreter aus Sachsen-Anhalt sind entsetzt, wie der Staat in die Organisation eines Praxisablaufs einzugreifen gedenkt. Es wird von "Staatsmedizin" gesprochen.

Verschiedene Regelungen beinhaltet

Eine der geplanten Regeln sei, mindestens 25 Sprechstunden pro Woche abzuhalten und als Minimum 5 davon als "offene Sprechstunde". Eine weitere Planung ist die zeitliche Ausdehnung der Terminservicestellen auf die ganze Woche rund um die Uhr.

Bereits sehr gute Erfahrungen in Sachsen-Anhalt…

… hat man mit der sogenannten Überweisungssteuerung. Hier werden im Rahmen von Hausarztverträgen Termine von Praxis zu Praxis gemacht. In sehr dringenden Fällen bekommt man auf diese Art einen Termin am nächsten Tag, in dringenden Angelegenheiten immerhin auch innerhalb einer Woche.

Diese unmittelbare Weiterbehandlung in einem engen zeitlichen Rahmen wird von Kassen honoriert. Dieser Weg hat sich bewährt und wird von den KV-Vertretern rückblickend als sehr gut eingestuft. Dies sei der bessere Weg, so KV-Chef Dr. Burkhard John.

Bundesgesundheitsministerium schlägt geringere Vergütung vor

Der Entwurf, der nun so umstritten ist, sieht etwas Ähnliches vor. Allerdings geht es hier um lediglich 2 Euro für die Leistung, bei einem Facharztkollegen einen Termin zu besorgen. Das würde für die Ärzte in Sachsen-Anhalt eine Abwertung um 80% bedeuten. Die bislang guten Regelungen wären damit torpediert, so John.

Alles in Allem gibt es im Entwurf positive Ansätze, die aber an vielen Stellen der Nachbesserung bedürfen.



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