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Neues Entlassungsmanagement in Kliniken und die Folgen für Ärzte und Patienten

Ab Juli 2017 sollen die neuen Richtlinien für das Entlassungsmanagement gelten. Dann sollen Klinikärzte auch Rezepte verschreiben dürfen und Krankschreibungen ausstellen können – für bis zu sieben Tage.

Übergänge in der Versorgung

Hintergrund ist die bessere Vernetzung von Klinik und Hausarzt. Informationssysteme sollen dabei helfen, sind jedoch umstritten.

Der bundeseinheitliche Medikationsplan ist zwar eine gute Idee, aber der Gesetzgeber hat die Kliniken nicht dazu verpflichtet, diesen zu erstellen. Die Folge: Der Info-Austausch zwischen Krankenhaus und behandelndem Arzt ist erschreckend dünn, sodass viele Patienten darunter leiden.

Die elektronische Behandlungsinformation

Mit der Abkürzung "eBI" soll künftig das Problem gelöst werden. Zwar muss dafür das Einverständnis des Patienten vorliegen, aber dann kann die Klinik auf Knopfdruck an die Daten des Patienten kommen, die beim Hausarzt oder Facharzt gespeichert sind.

So wird schnell erkannt, wann der Patient das letzte Mal im Krankenhaus war, welche Verordnungen er bekam und welche Ärzte an der Behandlung beteiligt sind. Diese Maßnahme geht auf eine Idee der Knappschaft zurück, der sich die Barmer bereits angeschlossen hat. So kann auch die Qualität der Entlassungsbriefe verbessert werden, mit denen die Behandlung ambulant weitergeführt wird.

Kritik

Kritik kommt prompt aus der Ecke des Datenschutzes. Der Informationsaustausch sei juristisch bedenklich, warnt der Medizinrechtler Rolf-Werner Bock. "Es werden Grenzen überschritten".


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