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121. deutsche Ärztetag in Erfurt mit innovativen Beschlüssen gelobt

Der 121. Deutsche Ärztetag fand in der vergangenen Woche in Erfurt statt. Viele interessante und prinzipielle Themen standen auf dem Programm, die teilweise auch kontrovers diskutiert worden sind.

Die wichtigsten Entscheidungen fassen wir hier zusammen:

Ausländische Ärzte

Um sicherzustellen, dass ausländische Ärzte den gleichen Wissenstand haben wie die hier Ausgebildeten, soll eine bundeseinheitliche Prüfung abgelegt werden, die dem 3. Staatsexamen entspricht. Darüber sind sich alle einig; wann dies beginnen soll, ist nicht bekannt.

Medizinstudium

Die Erweiterung der Plätze ist dringend erforderlich. Die Verbesserung der Rahmenbedingungen hierfür ist nötig – doch auch hier ist kein Fahrplan bekannt.

Personal

Im Gesundheitswesen sollen Personaluntergrenzen eingeführt werden, um die Gesundheit der Patienten nicht zu gefährden. Die große Koalition will ein Sofortprogramm für 8.000 neue Stellen in der Alten-und Krankenpflege auflegen. Das findet natürlich Zustimmung, wird aber gleichzeitig als nicht weitreichend genug eingestuft. Weitere Maßnahmen wären erforderlich.

Mindestsprechstundenpflicht wird zurückgewiesen

Von der Politik ist angedacht, eine Mindestöffnungspflicht für Arztpraxen einzuführen. Dies wird vom Ärztetag zurückgewiesen, da es ein Eingriff in die ärztliche Selbstverwaltung ist, der nicht akzeptabel wäre.

Außerdem…

Für Patienten soll es außerdem einfacher werden, auch von der Ferne eine Behandlung zu bekommen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Patient bereits vorstellig wurde, und nur noch ein Kontrolltermin am Telefon reichen würde, um noch einmal abschließend ein Gespräch zu führen. Ausnahmen aber bleiben erhalten: für eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung oder auch ein Rezept müssen Patienten nach wie vor persönlich vorstellig werden.



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