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Bundesland Brandenburg ist Vorreiter bei der Hebammenförderung

Die Diskussionen der letzten Jahre um die finanziell kaum zu stemmenden Belastungen der Hebammen und einen daraus folgenden Mangel der Absolventen ebbt nicht ab. Doch dieses Mal scheint es positive neue Nachrichten zu geben.

Brandenburg an der Spitze

Im Land Brandenburg soll nun die Attraktivität des Berufs gezielt gefördert werden. Es soll eine landesweit flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe geben.

Die entsprechende Hebammenförderrichtlinie bietet Unterstützung der Hebammen für Ausbildungsbegleitung, Praxisgründung oder auch Fortbildungen.

Die Landesgesundheitsministerin des Landes Brandenburg, Nonnemacher, hat sich für eine bessere Versorgungslage im Land sowohl quantitativ als auch qualitativ stark gemacht.

Für dieses Jahr stehen 395.000 Euro zur Verfügung. Hebammen können beispielsweise eine pauschale Aufwandsentschädigung für außerstationäre Einsätze von 20 Euro täglich beantragen.

So sieht die Förderung weiterhin aus

Wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, kann mit einem Zuschuss von 7.500 Euro rechnen. Werden hebammengeführte Geburtshäuser gegründet oder erweitert, beteiligt sich das Land immerhin mit 15.000 Euro.

Hebammen, die in Brandenburg tätig sind, können bei Fortbildungen einen Zuschuss beantragen. Dieser beträgt bis zu 50% der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben (max. 500 Euro im Jahr).

Notwendigkeit der Hebammen unterstrichen

Nonnemacher unterstrich, dass bei rund 20.000 Lebendgeburten pro Jahr in Brandenburg, die sich auf Kliniken, Geburtshäuser und Hausgeburten aufteilen, eine Hebamme benötigt wird. Doch in einigen Regionen des Landes fehlt es derzeit an diesen Fachkräften.

Kampf um Inhalte

Das Gesetz war schon einmal vor einigen Wochen auf den Weg gebracht worden, sollte dann aber verbessert werden. Nun soll die Förderung ermöglichen, dass eine halbe Vollzeitstelle je 500 Geburten gefördert wird.

Neu ist in der überarbeiteten Form des Papiers, dass die Bezahlung von Gehältern bis zur Höhe der vertraglich vereinbarten Vergütung förderfähig sein soll. Auch dürfen die Mittel nicht zur Finanzierung des ohnehin schon vorhandenen Personals eingesetzt werden.



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