Menu
Header-Logo

Mehr Rechtssicherheit für Notfallsanitäter und Ersthelfer beschlossen

Für Notfallsanitäter wurde in der Vergangenheit immer wieder die mangelnde Rechtssicherheit bemängelt - zu Recht; denn nicht selten ist kein Arzt vor Ort und die Ersthelfer müssen Entscheidungen treffen, die eigentlich jenseits ihrer Kompetenz liegen.

Künftig sollen die Notfallsanitäter mehr Rechtssicherheit erhalten. Das schreibt das neue Gesetz vor, dass in diesen Tagen den Bundesrat passierte.

Neue Festlegung

Die neue gesetzliche Festlegung beinhaltet, dass künftig die Sanitäter bis zum Eintreffen des Arztes bzw. ersatzweise Beginn der teleärztlichen Versorgung "heilkundliche Maßnahmen, einschließlich heilkundlicher Maßnahmen invasiver Art" eigenverantwortlich durchführen dürfen, wenn sie diese in ihrer Ausbildung erlernt haben und beherrschen, um damit Lebensgefahr oder wesentliche Folgeschäden abzuwenden.

Bundestag hatte Maßnahmen auf den Weg gebracht

Ende Januar war vom Bundestag eine entsprechende Vorlage auf den Weg gebracht worden, ebenso, wie die Ausbildungsreform der MTA. Damit sollen Assistenzberufe insgesamt attraktive werden, wozu auch eine angemessene Vergütung gehört (während praktischer Ausbildungszeiten bzw. Wegfall des Schulgeldes).

Erweiterte Ausbildung

Zudem sollten technische, medizinische und wissenschaftliche Erkenntnisse in die Ausbildung integriert werden, da die bisherigen Rechtsgrundlagen aus den 1990er Jahren überaltert sind. Gesetzlich vorgeschriebene Mindestanforderungen an die Ausbildungsstätten müssen eingehalten werden, und auch die Mindestqualifikationen der Lehrkräfte und Schulleitungen werden bundeseinheitlich festgelegt.

Alle diese Maßnahmen sollen die Attraktivität der medizinischen Berufe steigern, die in den Augen der Öffentlichkeit in den letzten Jahren immer mehr gelitten hatte bzw. vernachlässigt worden war. Die Folge ist ein akuter Mangel, dem jetzt auf vielfältige Art begegnet werden soll.



© 2021 1a-Ärztevermittlung GmbH