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Bringt ein mathematisches Voraussagemodell Erleichterung für Klinikpersonal?

Das Klinikpersonal arbeitet in vielen Häusern derzeit am Limit - durch die Erkrankten und die Auswirkungen mit Covid-19. Abhilfe ist bei gleichbleibend hohen Fallzahlen nicht in Sicht. Jetzt soll es eventuell eine kleine Hilfe geben - indem ein mathematisches Berechnungsmodell genutzt wird.

Milder Verlauf - frühere Entlassung

Wann die Entlassung aus dem Krankenhaus möglich ist, hängt vom Verlauf der Krankheit ab. Somit ist eine schnelle Entlassung nicht nur für die Patienten erklärtes Ziel, sondern auch für die Angestellten, die die Betten möglichst schnell für neue Infizierte benötigen. Doch der Verlauf der Krankheit lässt sich natürlich nicht vorhersagen - oder doch?

Wissenschaft hat Modell entwickelt

Aufgrund von Routinedaten (drei verschiedene Labordaten, Alter und Körpertemperatur am Aufnahmetag) kann das Modell mit hoher Treffsicherheit vorhersagen, ob es sich bei dem Patienten um einen mit günstigem Krankheitsverlauf handelt.

Wie die Wissenschaftler zur Protokoll geben, zeigt sich, dass "einige potenzielle Prädikatoren zwar zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht in relevantem Ausmaß verändert sind, sich aber während des Krankenhausaufenthaltes zwischen Überlebenden und Nicht-Überlebenden deutlich unterschiedlich entwickeln".

Modellentwicklung

Für die Entwicklung des Berechnungsmodells wurden Datensätze aus österreichischen und schwedischen Kliniken genutzt. Allerdings wurden dabei bereits Unterschiede zwischen den beiden Ländern festgestellt, sodass es fraglich ist, ob die Studie aus Wien problemlos auf andere Länder übertragbar sei. Die Forschungen des Teams gehen derzeit natürlich weiter.

Ziel der Modellrechnung sei es, die Kliniken zu entlasten, bis man von einer guten Durchimpfungsrate der Bevölkerung sprechen könne.



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